10. Dezember 2020

Ladekosten beim Elektroauto: So wird’s richtig günstig

Jedes Auto braucht irgendeinen Kraftstoff. Und ganz gleich ob Benzin, Diesel oder Strom – eine Sache haben alle Antriebsstoffe gemeinsam: Sie kosten Geld. Doch genau das ist auch der Punkt, in dem sich die verschiedenen Antriebsarten unterschieden. Denn zwischen den Preisen von Diesel, Benzin und Strom können Welten liegen. Während bei herkömmlichen Verbrennungsmotoren der Blick aufs Handy für einen soliden Preisvergleich ausreicht, sieht es bei den Ladekosten fürs Elektroauto hingegen schon etwas schwieriger aus.

Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie sich die Ladekosten für Ihr Elektroauto zusammensetzen und was Sie tun können, um sie möglichst gering zu halten.

Teuer kaufen, um billig zu tanken? Was Sie über die Ladekosten fürs Elektroauto wissen sollten

Wer einmal den Vergleich zwischen Benziner, Diesel und Elektroauto gemacht hat, hat sicher schnell gesehen: Der Kaufpreis für ein Elektroauto liegt durchschnittlich bei rund 10.000 Euro mehr als für ein Auto mit herkömmlichem Verbrennungsmotor. Die Ursache dafür ist vielschichtig. Das liegt zum einen an dem höheren Preis der Batterie. Denn diese macht aktuell noch rund 40 Prozent vom Gesamtwert des Fahrzeugs aus. Hier schlagen vor allem die Gewinnung der zur Herstellung nötigen Rohstoffe sowie die aufwendige Produktion der Batterie selbst zu Buche – ein Fakt, der laut Forschern und Experten jedoch bald der Vergangenheit angehören soll.

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Haben Sie sich dennoch für ein Elektroauto entschieden, können Sie von etlichen finanziellen Vorteilen profitieren. Denn vor allem die Ladekosten des Elektroautos sorgen dafür, dass sich der Anschaffungspreis schnell amortisiert. Und Sie können, quasi als zusätzliches „Goodie“, einiges Gutes für die Umwelt tun. Zum Beispiel, wenn Sie Ihr Elektroauto mittels Photovoltaik und Eigenstrom aufladen. Und das kann ganz einfach sein.

Strom selber produzieren und Ihr Auto ganz günstig aufladen

Sie besitzen eine Photovoltaik-Anlage und produzieren mehr Strom, als Sie verbrauchen? Das ist perfekt! Denn genau dieser überschüssige Strom Ihrer PV-Anlage lässt sich zum Aufladen Ihres Elektroautos nutzen. In Kombination mit einer privaten Ladestation bzw. einer Wallbox gelangt dieser nämlich ganz einfach zu Ihrem Auto und Sie laden Ihr Fahrzeug im Handumdrehen mit Ihrem eigenen Strom. In Sachen Ladekosten für Ihr Elektroauto ist das ein entscheidender Pluspunkt. Denn auf diese Weise laden Sie das Fahrzeug nicht nur umweltfreundlich und nachhaltig, sondern schonen gleichzeitig Ihren Geldbeutel. Eine klassische Win-Win-Situation also.

Natürlich ist die Anschaffung von PV-Anlage und Wallbox auch nicht gratis und erfordert neben der Finanzierung des Elektroautos selbst eine weitere Investition. Aber das alles sind Kosten, die sich schnell amortisieren. Warum das so ist, zeigt ein kleiner Tank-Vergleich zwischen Benziner und Elektroauto:

Generell unterliegen Benzinpreise (manchmal sogar mehrmals täglich) extremen Schwankungen. Besitzer von E-Autos, die ihr Fahrzeug zuhause laden, sind hingegen lediglich vom Strompreis des jeweiligen Stromanbieters abhängig. Mögliche marktbedingte Preisschwankungen halten sich dabei meist in vertretbaren Grenzen.

Im Schnitt stehen sich so rund 1,50 Euro pro Liter Benzin und rund 30 Cent pro Kilowattstunde Stromverbrauch gegenüber.

Gut gerechnet – so überzeugen die Ladekosten für ein Elektroauto

Wie das Ganze in der Alltagspraxis aussieht, zeigt das folgende Rechenbeispiel:

Ein durchschnittliches E-Auto verbraucht auf 100 km rund 14,7 kWh. Bei 30 Cent pro kWh und einer jährlichen Kilometerzahl von 15.000 liegen die Kosten bei 662 Euro im Jahr. Im Vergleich dazu kostet der Kraftstoff für einen Benziner bei gleicher Kilometerleistung und einem durchschnittlichen Verbrauch von 5,2 Litern auf 100 km bei 1.170 Euro pro Jahr. Damit zeigt sich, dass die Ladekosten für ein Elektroauto definitiv geringer sind als herkömmliche Spritpreise.

Hinzu kommt: Durch den geringen Strompreis, von dem Nutzer einer privaten Wallbox (mit oder ohne PV-Anlage) profitieren, schlagen die Kosten für Anschaffung, Wartung und Installation der Ladestation (und PV-Anlage) gar nicht so stark zu Buche. Doch nicht jeder Fahrzeughalter hat die Möglichkeit, sein Elektroauto zuhause aufzuladen. Dann gilt es, öffentliche Ladestationen zu nutzen. Hier gestalten sich die Ladekosten etwas anders.

Unterwegs laden und trotzdem keine Unkosten befürchten

Nach wie vor hält sich das hartnäckige Vorurteil, dass öffentliche Ladestationen echte Zeit- und Geldfresser sind. Da die Abrechnung hier entweder nach verbrauchten Kilowattstunden oder nach benötigter Ladezeit erfolgt, kann es zu Preisschwankungen kommen. Das stimmt schon. Allerdings gilt es dabei noch andere Faktoren zu beachten:

Bilden die „getankten“ Kilowattstunden an einer öffentlichen Ladestation also die Basis zur Berechnung der Ladekosten, so gibt es je nach Anbieter die unterschiedlichsten Preise. Bei einer Abrechnung nach Ladezeit sind Ihr eigenes Fahrzeug und dessen Eigenschaften der Maßstab für den Endpreis.

Aber auch hier gibt es Lösungen. Zum Beispiel die sogenannten Schnellladestationen. Sie machen es möglich, dass Elektroautos in weniger als einer Stunde genug Strom tanken können, um rund 200 Kilometer Strecke problemlos zurücklegen zu können. Außerdem arbeiten Forscher längst an der Entwicklung von Ultra-High-Power-Ladern, die ein Aufladen in weniger als zehn Minuten möglich machen sollen. Das wird die Ladekosten für ein Elektroauto zusätzlich senken.

Je kürzer, desto besser

Die Ladezeit spielt ebenfalls eine Rolle in Bezug auf die Ladekosten für ein Elektroauto, das zuhause an einer privaten Wallbox geladen wird. Denn auch hier gilt: Je länger die Ladezeit, desto höher der Stromverbrauch und desto größer die Kosten. Deswegen sollten die Ladekosten für ein Elektroauto bereits vor dem Kauf des Fahrzeugs eine wichtige Rolle spielen. Denn je nach technischer Auslegung des Autos können Sie bereits hier einen wesentlichen Einfluss auf die generellen Ladekosten nehmen.

Allgemein lässt sich also sagen, dass die Anschaffungskosten des Elektroautos sowie die für das Aufladen nötige Hardware am Anfang teuer erscheinen können. Doch mit der Zeit relativieren sich die Kosten. Besonders der geringe Strompreis und die Nutzung von Eigenstrom machen das E-Auto zu einer echten Alternative zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren.

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