15. Oktober 2020

Elektroautos effizient mit Smart Charge laden

Smart Watches, Smartphones, Smart Homes – irgendwie scheint heutzutage alles smart sein zu müssen. Es ist ein Trend, der auch vor der Automobilbranche keinen Halt macht. Im Zusammenhang mit Elektroautos gewinnt vor allem das Thema „Smart Charge“, das smarte Laden, an Bedeutung. Doch was genau bedeutet smartes Laden überhaupt? Wann gilt ein Ladevorgang als smart? Und warum ist das für E-Fahrzeuge gar nicht mal so unwichtig? Das und mehr erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was steckt hinter dem Begriff „Smart Charge“?

Ganz allgemein gesagt, ist Smart Charge ein Überbegriff für alle intelligenten Ladevorgänge einer Ladestation. Konkret sind damit sämtliche Vorgänge gemeint, die sowohl die Ladeinfrastruktur optimieren und die verfügbare Stromleistung so effizient wie möglich verteilen als auch dabei helfen, Kosten zu sparen. Zudem macht Smart Charge es möglich, zu jeder Zeit einen genauen Überblick über alle Ladevorgänge zu haben.

Smart Charge meint nicht nur einen einzigen Ladevorgang, sondern setzt sich vielmehr aus etlichen unterschiedlichen Komponenten zusammen. Gemeinsam sorgen diese für ein smartes Aufladen von Elektroautos. Welche Aspekte genau damit gemeint sind, zeigt die folgende Auflistung:

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1. Dynamisches Lastmanagement

Wer mehrere Fahrzeuge zeitgleich an einem Standort laden möchte, will in der Regel auf extreme Kosten und unnötige Lastspitzen verzichten. Damit das klappt, kommt es auf das richtige Lastmanagement an. Hierbei empfiehlt es sich, auf ein dynamisches Lastmanagement zu setzen. Dieses hat in erster Linie das Ziel, den Ladekomfort zu erhöhen und Lastspitzen zu vermeiden, indem das dynamische Lastmanagement eine höhere Ladeleistung der Ladepunkte über den Netzanschlusspunkt ermöglicht. Dabei wird die maximale Ladeleistung ermittelt und ganz individuell, je nach Bedarf, an den Ladepunkten zur Verfügung gestellt. Sinkt oder steigt der Stromverbrauch im Gebäude, wird die Maximalleistung für das Cluster der Ladestationen entweder hoch- oder heruntergesetzt – ein wichtiger Aspekt des effizienten Smart Charge.

2. Umweltfreundliches Laden mittels Photovoltaik

Eine weitere wichtige Komponente für Smart Charge ist das Aufladen eines Elektroautos mittels privater Wallbox und selbstproduziertem Eigenstrom. Wer nämlich eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) besitzt, kann den überschüssigen Strom, den diese produziert, ganz einfach über die Wallbox zum Elektroautoauto transportieren. So lässt sich das Fahrzeug schnell und einfach mit dem eigenen Strom aufladen. Das ist nicht nur umweltfreundlich und nachhaltig, sondern schont zusätzlich den Geldbeutel – denn im Grunde wird auf diese Weise ein Abfallprodukt in ein wertvolles Gut umgewandelt.

Übrigens: Wer sein Fahrzeug mit Strom aus der eigenen PV-Anlage lädt, kann gleich doppelt profitieren. Denn je mehr Strom die PV-Anlage produziert, desto mehr Strom steht generell zur Verfügung. Wird dieser zuverlässig verbraucht, so erhöht sich die Wirtschaftlichkeit der gesamten Photovoltaikanlage. Alles, was der Nutzer nämlich aus eigener Stromproduktion verbraucht, muss er nicht von einem externen Netzanbieter beziehen. Und das spart eine Menge an Kosten – Smart Charge „at its best“ also.

3. Vehicle-to-Grid richtig nutzen

Ein besonders smartes Laden funktioniert zudem mit der sogenannten Vehicle-to-Grid-Methode. Hierbei fungiert die Batterie des Elektroautos als Zwischenspeicher und hilft dadurch, das Stromnetz zu stabilisieren. Wie das funktioniert? Ganz einfach. Stellen Sie sich nur einmal eine typisch deutsche Landschaft vor. Da sehen Sie etliche Windräder auf dem weiten, weiten Land. Und was machen diese? Sie stehen still. Aber nicht, weil nicht genug Wind weht. Im Gegenteil – es weht zu viel. Die daraus resultierende Stromüberproduktion kann das Stromnetz (bisher) nicht aufnehmen und es wird viel Energie verschenkt. Smart Charge mittels Vehicle-to-Grid kann das ändern.

Dank der Vehicle-to-Grid-Technologie lässt sich der überproduzierte Strom nämlich zum Aufladen von Elektroautos nutzen. Dabei agieren deren Batterien als Zwischenspeicher, und zwar so lange, bis das Auto von der Ladestation getrennt wird. Mit einer zunehmenden Zahl von Elektroautos, die in den Vehicle-to-Grid-Schwarm eingebunden sind, wächst die Speicherkapazität. Das hilft, erneuerbare Energien besser zu nutzen und treibt zudem die Energiewende voran. Denn Smart Charge hat nicht nur positive Auswirkungen für den einzelnen Fahrzeughalter, sondern auch für die Allgemeinheit.

4. Monitoring aller Ladevorgänge

Smart Charge bedeutet auch, dass Nutzer von Elektroautos immer ganz genau wissen, wann welches Autos wie viel lädt. Denn wer auf ein smartes Laden setzt, macht auch von einem umfassenden Monitoring Gebrauch. Dieses ermöglicht es, zu jeder Zeit einen Überblick über alle Ladevorgänge zu haben. So verfügen intelligente Ladestationen im Idealfall über einen Internetanschluss oder sind sogar WLAN-fähig. Ein spezielles Programm zeichnet alle Daten zu sämtlichen Ladevorgängen auf und macht diese per App schnell und unkompliziert zugänglich.

5. Peak-Shaving nicht vergessen

Sie haben neben Ihrer Ladestation auch noch andere elektronische Geräte an den Stromkreislauf angeschlossen? Dann macht das sogenannte Peak-Shaving eine weitere wichtige Komponente des Smart Charge aus. Während jeder Ladephase Ihres Elektrofahrzeugs erreicht der Stromverbrauch eine Spitze, den Peak. Zeitgleich andere Geräte zu gebrauchen, die denselben Stromkreislauf nutzen, ist alles andere als empfehlenswert – denn dann überschreiten Sie Ihre maximale Kapazität und das kann teuer werden. Peak-Shaving kann das verhindern: Ist die maximale Kapazität erreicht, reduziert die Ladestation automatisch den Stromverbrauch der Ladevorgänge und pausiert, bis wieder genügend Strom verfügbar ist. Das ist Smart Charge, oder nicht?

Keine unnötigen Kosten dank Smart Charge

Fest steht, Smart Charge macht das Nutzen von Elektroautos noch komfortabler als bisher bekannt. Es vermeidet unnötige Kosten und hilft, Ladestationen auch bei begrenzter Stromkapazität optimal nutzbar zu machen. Der Trend zum „Smartsein“ ist also durchaus einen Test wert.

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