Sie haben vor, sich ein Elektroauto zu kaufen, wissen aber nicht genau, wie es ohne die gewohnte Zapfsäule weitergehen soll? Sie haben schon die unglaublichsten E-Auto-Mythen gehört? Oder stellen sich einfach noch die ein oder andere Frage zum Umgang mit dem neuen E-Car? Kein Problem – wir beantworten hier Nummer 6 bis 10 der häufigsten Fragen zum Thema E-Mobilität und Elektroauto fahren.

6. Welche Lebensdauer haben die Batterien von E-Autos?

Einer der weitverbreitetsten Mythen über Elektroautos ist, dass die Lithium-Ionen-Akkus nur über eine kurze Lebensdauer verfügen. Aber stimmt das wirklich? Und was passiert mit den Batterien, wenn sie ihre Kapazität verlieren? Sind sie dann wirklich nur noch Elektroschrott?

Wie bei fast allen Akkus werden auch die Batterien der E-Autos mit der Zeit schwächer. Vor allem das Aufladen zu 100 Prozent und häufiges Schnellladen (50 bis 270 kW) können zu einem kürzeren Lebenszyklus des Akkus führen. Wer diesem Effekt entgegenwirken will, lädt sein Auto im normalen Alltag bis maximal 80 Prozent und nutzt des Öfteren auch die geringeren Ladegeschwindigkeiten von unter 7,4 kW. Absicherung verschaffen zudem die gesonderten Garantien der E-Autohersteller. Eine garantierte Akkukapazität von 70 Prozent nach acht Jahren oder 160.000 Kilometern ist derzeit Standard bei den meisten Kaufverträgen für Elektrofahrzeuge. Bei einem E-Auto mit einer 58-kWh-Batterie blieben nach acht Jahren von den ursprünglichen 350 Kilometern Alltagsreichweite noch etwa 245 Kilometer übrig.

In Fachwerkstätten wird dann einfach eine neue Batterie in das Elektroauto eingebaut. Die kostengünstigere Variante ist es, einzelne Zellen der schwächelnden Batterie austauschen zu lassen. Die ausrangierten E-Auto-Batterien werden dann keinesfalls zu Elektroschrott, sondern für sekundäre Speicheranwendungen, beispielsweise als Stromspeicher für PV-Anlagen im privaten Gebrauch oder in der Industrie eingesetzt. Erst nach über 20 Jahren sind die meisten ehemaligen E-Auto-Batterien ein Fall fürs Recycling. In Zukunft sollen bis zu 90 Prozent der wertvollen Batterie-Rohstoffe wie Lithium, Kobalt, Nickel, Graphit und Mangan in die Wiederverwendung gehen.

7. Brauche ich für ein Elektroauto spezielle Reifen?

Für die Bereifung bei E-Autos gibt es einiges zu beachten. Schließlich dreht sich alles um die optimale Reichweite, einen geringen Stromverbrauch sowie Nachhaltigkeit. Die richtigen Autoreifen können dabei helfen, indem sie einen geringen Rollwiderstand aufweisen. Spezielle Elektroauto-Reifen haben daher oft große Durchmesser mit schmalen Laufflächen. Ganze 200 bis 300 Kilogramm mehr bringen E-Cars im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotor auf die Waage.

Grundsätzlich können auch konventionelle Reifen für Elektroautos verwendet werden, sie haben jedoch einen durchschnittlichen Rollwiderstand zwischen 7 und 9 Kilogramm pro Tonne. Eco- bzw. Leichtlaufreifen kommen auf Werte von 6,5 Kilogramm pro Tonne und weniger – das macht sich bei den gewichtigen E-Cars schnell am Akkustand bemerkbar. Ganze 3 bis 4 Prozent Strom sparen Elektroautofahrer so ein. Um einen hohen Reifenverschleiß zu verhindern, sollte man zudem stets auf den korrekten Reifendruck achten sowie Reifen mit der richtigen Gummimischung verwenden. Um den Fahrkomfort abzurunden, greift man beim E-Auto am besten auf Reifen mit sogenanntem Noise-Cancelling-System zurück.

8. Kann ich mein E-Auto bei Regen laden? 

Eine häufige Überlegung bei der Anschaffung eines Elektroautos ist der Umgang mit Nässe. Der Gedanke an Ladevorgänge bei strömendem Regen gibt vielen ein ungutes Gefühl, was zum Glück aber völlig unbegründet ist. Hier also die gute Nachricht und Ende eines Mythos: Das E-Auto bei Regen zu laden ist komplett unbedenklich und ohne Probleme möglich. Die Ladeanschlüsse bei Elektroautos sind ähnlich wie Feuchtraumdosen auf das Abweisen von Nässe ausgelegt und so konstruiert, dass erst Strom fließt, wenn der Kontakt zwischen Ladestecker und E-Auto sicher geschlossen ist und kein Wasser in die Verbindung dringen kann.

Allerdings sollte man darauf achten, den Stecker bei Regen nicht allzu lange in die Luft zu halten. Mit einem nassen Ladestecker bekommt man zwar immer noch keinen Schlag, aber leider auch keinen Strom. Ebenso sorgenfrei gestaltet sich auch die Fahrt mit dem E-Auto durch den Regen oder der Waschvorgang in der Waschanlage. Wie bei herkömmlichen Autos mit Verbrennungsmotor liegen die Elektronik und Batterie bei Elektroautos in einem geschützten Bereich und sind somit sehr gut vor dem Eindringen von Feuchtigkeit gesichert. Alle Informationen zum Wetterschutz Ihrer Wallbox im Außenbereich finden Sie hier.

9. Ist Elektroauto fahren auch im Winter möglich?

Auch um das Thema Elektroauto fahren im Winter kursieren viele Mythen. Eine der häufigsten Fragen ist, ob Elektroautos einfrieren können? Hier können wir Entwarnung geben, denn die meisten Elektroautos sind luftgekühlt, was das Einfrieren des Kühlwassers ausschließt. Auch die Akkus von Elektroautos sind kältebeständig und trotzen Minusgraden. Erst ab Temperaturen von minus 20 Grad abwärts kann es bei älteren Modellen zu kältebedingten Startschwierigkeiten der Batterie kommen.

Aber wie sieht es mit dem Verbrauch zur kalten Jahreszeit aus? Hier wird in puncto E-Car oft übertrieben – ein klarer Mythos-Alarm. Zwar verbrauchen E-Autos im Winter mehr Energie als in den wärmeren Monaten, das trifft aber auch auf Autos mit Verbrennungsmotoren zu. Die Richtwerte liegen hier bei 20 bis 30 Prozent Mehrverbrauch beim E-Auto und 15 bis 24 Prozent für Autos, die mit Benzin oder Diesel fahren. Wie alles im E-Auto wird auch die Heizung im Winter durch Heizspulen elektrisch betrieben. Diese erwärmen die Innenraumluft des E-Autos auf Wohlfühltemperatur und bieten gewohnten Komfort auch zur Winterzeit. Es muss also niemand frieren, um seine Alltagsreichweite zu erhalten. Auch im Stau bei Minusgraden zeigen sich E-Autos als zuverlässig und robust. Je nach Modell liegt der Verbrauch bei gerade einmal 2 bis 3 Kilowattstunden und hält so mehrere Stunden Stau in klirrender Kälte problemlos aus.

10. Elektroauto fahren: Wie finde ich die richtige Ladesäule?

Als E-Autofahrer führt man in aller Regel sein Ladekabel immer mit, um stets die sichere Verbindung zwischen Ladestation und Auto zu gewährleisten. Viele der mittlerweile über eine Million Elektroautobesitzer in Deutschland sind auf öffentliche Ladestationen angewiesen. Dank des wachsenden Marktes gibt es hier inzwischen auch eine große Auswahl an E-Ladesäulen. 2021 waren es bereits über 6.000 öffentliche Ladepunkte in ganz Deutschland. Zwar variieren die Ladekabel und -stecker der meisten E-Autos je nach Hersteller und Kilowattzahl. Durchgesetzt haben sich aber vor allem die Steckersysteme Typ 2, CHAdeMO und Combined Charging System CCS. Am häufigsten trifft man an öffentlichen Ladestationen in Deutschland die Typ 2-Steckdose. Hier kann jedes Mode-3-Ladekabel angeschlossen werden, wodurch sowohl E-Cars mit Typ 1- als auch Typ 2-Stecker geladen werden können.

Um die Ladesäule in Ihrer Nähe mit dem richtigen Steckersystem und der korrekten Stromart für Ihr E-Auto zu finden, lohnt sich der Blick in eine der gängigen E-Lade-Apps. Hier kann nach Ort, Steckereigenschaft, Kilowattzahl, Betreiber, Öffnungszeiten, Verfügbarkeit und Co. gesucht werden. Während des Ladens ist Ihr E-Auto an öffentlichen Ladesäulen optimal gesichert. Da die Kabelverbindung zwischen E-Car und Ladesäule am Stecker verriegelt ist, kann auch niemand ohne Autorisierung die Verbindung trennen und das Ladekabel entwenden.

Für all diejenigen, die ihr Auto bereits Zuhause laden möchten, bietet unsere intelligente Wallbox zappi mit integriertem dynamischen Lastmanagement, Smartphone-App sowie kluger Überschussladetechnik die optimale Lösung. Alle Infos zu unserer smarten Ladelösung zappi finden Sie hier.

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