8. Juli 2021

Diese 6 Faktoren sollten Sie vorab bedenken, wenn Sie den Ladeanschluss für Ihr Elektroauto in die Garage legen wollen

Die gute Nachricht vorab: Wer sein Elektroauto zu Hause laden will, kann das ohne große Bürokratie tun. Ob am Eigenheim oder im Mietobjekt – ein Anschluss für das Elektroauto in der Garage lässt sich dank einer Novellierung des Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEG) mittlerweile recht problemlos umsetzen. Die weniger gute Nachricht: Um einen privaten Ladeanschluss wirklich komfortabel und reibungslos nutzen zu können, gilt es vorab einige wichtige Faktoren zu bedenken.

Welche das ganz konkret sind, warum Sie die Inhalte des WEG unbedingt kennen sollten und was die größten Vorteile eines Anschlusses für Ihr Elektroauto in die Garage sind, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Mieter und Eigentümer aufgepasst! Das regelt das neue WEG für Sie

Gerade einmal ein halbes Jahr ist es her, dass die Bundesregierung einen neuen Entwurf des WEG beschlossen hat. Der große Plan, der dahinter steht: Mietern und Eigentümern von Ein- und Mehrfamilienhäusern die Durchführung baulicher Maßnahmen für einen Elektroauto-Anschluss in der Garage zu erleichtern. So haben diese dank der Gesetzesnovellierung seit November 2020 festen Anspruch auf eine private Ladestation für ihr Fahrzeug. Und das soll auch dann so sein, wenn die Installation dieser Ladestation bauliche Veränderungen an der Immobilie erfordert. Sie möchten Ihre Ladestation in der Garage installieren? Kein Problem, diesem Plan können ab sofort Taten folgen.

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Ohne Planung kein Anschluss für Ihr Elektroauto in der Garage

Doch einfach alle Komponenten bestellen, einbauen und den „Stromhahn“ aufdrehen? Das funktioniert leider nicht. Denn neben Brandschutzbestimmungen und Sicherheitsvorgaben gibt es einige weitere Aspekte, die Sie vor der Installation einer Ladestation zwingend beachten müssen. Welche das sind, zeigt Ihnen die folgende Übersicht der fünf wichtigsten Faktoren zum Anschluss für Ihr Elektroauto in der Garage Ihres Einfamilienhauses.

1. Achtung, Starkstrom! Wagen Sie sich niemals selbst an die Elektroauto-Ladestation in der Garage

Auch wenn Sie sich als Hobby-Elektriker und Strom-Tüftler fit fühlen in Sachen Ladestation und Installation, sollten dennoch Abstand davon nehmen. Denn durch die Leitung einer Ladestation laufen rund 400 Volt bzw. bis zu 32 Ampere. Zum Vergleich: Eine ganz normale Haushaltssteckdose verfügt über eine Spannung von 230 Volt und max. 16 Ampere, was nur rund die Hälfte ist. Da der Anschluss für Ihr Elektroauto in der Garage vergleichsweise viel Strom in kurzer Zeit zu Ihrem Auto transportieren muss, benötigt die Ladestation Starkstrom. Und damit sollte immer nur eine Fachkraft hantieren. Ansonsten kann sowohl die Installation als auch der spätere Gebrauch der Ladestation zu Schäden an der Garage, am Fahrzeug selbst oder zu Verletzungen führen. Das gilt es dringend zu vermeiden.

2. Verschaffen Sie sich einen Überblick zu den Brandschutzbestimmungen

Sobald Sie einen Anschluss für Ihr Elektroauto in der Garage legen möchten, steht das Thema Brandschutz auf der Agenda. Denn eine private Ladestation muss sich an die Vorgaben der entsprechenden VDE-Norm halten. Das bedeutet auch, dass der Ladepunkt immer über eine eigene Fehlerstrom-Schutzeinrichtung, also einen FI-Schalter, verfügen muss. Dessen Bemessungsdifferenzstrom darf dabei nicht größer als 30 mA sein. Sie haben eine Ladestation mit einer Steckdose oder einer Fahrzeugkupplung nach der Normenreihe DIN EN 62196? Dann müssen Sie dafür sorgen, dass es am Installationsort zusätzlich eine Schutzvorkehrung gegen Gleichfehlerströme gibt. Bei manchen Ladestationen sind diese bereits integriert.

Bei der Einrichtung von einem Anschluss für Ihr Elektroauto in der Garage ist es zudem erforderlich, dass alle Anschlusspunkte der Ladestation über einen Überstrom- bzw. einen Überspannungsschutz verfügen. Nur so lassen sich eine größtmögliche elektrische Sicherheit sowie ein Überlastungsschutz gewährleisten. Aus brandschutztechnischer Sicht ist das entscheidend, denn eine Überhitzung der Ladevorrichtung kann schnell zum Brand führen.

3. Schauen Sie vor der Installation, welche baulichen Maßnahmen erforderlich sind

Wie viel Aufwand es tatsächlich bedeutet, einen Anschluss für Ihr Elektroauto in die Garage zu legen, hängt maßgeblich von den Gegebenheiten am Installationsort ab. Das heißt: Schauen Sie unbedingt vorher, welche Stromanschlüssen und -leitungen es bereits gibt. Ist dort noch kein (Stark-)Stromanschluss vorhanden, muss dieser gelegt werden, was einen zusätzlichen baulichen Aufwand bedeutet. Außerdem sollten Sie prüfen, ob die für die Installation vorgesehene Wand tragfähig ist.

4. Denken Sie an die die Vorgaben Ihres Netzbetreibers, um Ihr Elektroauto in der Garage rechtskonform zu laden

Wer einen Anschluss für sein Elektroauto in der Garage installiert, sollte diesen immer beim Netzbetreiber anmelden. Denn der muss über die Installation und die Inbetriebnahme der Ladestation Bescheid wissen. Ein Elektrofahrzeug mit einer Ladeleistung von 11 kW zieht nämlich extrem viel Strom auf einmal aus dem Netz, was unter Umständen zu Stromausfällen führen kann. Darum sollte der Netzbetreiber Kenntnis davon haben, Sie an Ihrem Eigenheim oder Mietobjekt einen Anschluss für Ihr Elektroauto anbringen und nutzen.

5. Beim gemeinsamen Laden von Elektroautos in Mehrfamilienhaus-Garagen zählt Datenschutz

Sie wohnen in einem Mehrfamilienhaus? Dann sollten Sie zusätzlich zu den bereits genannten Faktoren auf jeden Fall darauf achten, die Versorgung im Hausverteilerkasten anzupassen. Denn nur so lässt sich der Stromverbrauch exakt abrechnen und es kommt nicht zu Unannehmlichkeiten mit anderen Mietern oder Eigentümern. Nutzen mehrere Personen den Anschluss für ein Elektroauto in der Garage, sollten Sie frühzeitig festlegen, wie sich der Zugriff auf die Ladestation gestalten soll. Hier bietet es sich an, auf eine intelligente bzw. smarte Ladestation zu setzen. Diese macht es nämlich möglich, sämtliche Anforderungen in Bezug auf Transparenz, Kostenmanagement und Ladekomfort zu vereinen.

Über GSM, LAN oder WLAN mit dem Internet verbunden, kann eine smarte Ladestation ganz einfach mit anderen elektronischen Geräten kommunizieren. Dabei erfasst sie alle Ladevorgänge digital, dokumentiert diese und macht sie jederzeit für den Fahrzeughalter einsehbar. Ganz wichtig an dieser Stelle: Mittels RFID-Zugangsberechtigung oder einem Pin-Code sind alle aufgezeichneten Daten vor unbefugtem Zugriff geschützt und Fahrzeughalter können einzig und allein den Verbrauch ihres eigenen E-Autos sehen.

6. Teilen Sie sich die Installationskosten

Der Vorteil einer gemeinsamen Nutzung der Ladestation im Mehrfamilienhaus liegt übrigens darin, dass Sie sich die Installationskosten teilen können. In diesem Zusammenhang sollte Sie auch die Möglichkeiten eines dynamischen Lastenmanagements bedenken. Denn dieses macht unter anderem das gleichzeitige Aufladen mehrerer Fahrzeuge an einem Standort möglich. Es erhöht den Ladekomfort, vermeidet Lastspitzen und verhilft durch maximale Leistungen und exakte Zeitpläne zu einem schnellen, planungssicheren und kostengünstigen Laden.

Letzteres gilt natürlich auch im Einfamilienhaus. Denn auch hier kann dynamisches Lastenmanagement den Ladekomfort zusätzlich steigern. Haben Sie das sowie die übrigen Faktoren im Blick, ist die beste Basis für eine reibungslose Installation von einem Anschluss für Ihr Elektroauto in der Garage gelegt.

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