27. Mai 2021

Was Sie unbedingt einplanen sollten, wenn Sie eine Elektroauto-Ladestation im eigenen Zuhause haben möchten

Sie besitzen ein Elektroauto und möchten jetzt zuhause eine Ladestation installieren? Gute Idee, denn diese Art des Aufladens überzeugt mit einer Menge Vorteile. So ist es nicht nur extrem komfortabel und flexibel, sondern auch kostengünstig und nachhaltig. Doch damit Sie all diese Pluspunkte für Ihr Elektroauto und die Ladestation zuhause nutzen können, gilt es, ein paar wichtige Voraussetzungen zu erfüllen.

Welche das sind und warum es sich definitiv lohnt, in eine Elektroauto-Ladestation in Ihrem Zuhause zu investieren, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Ohne gute Planung keine gute Ladung – das gilt bei Installieren der E-Auto-Ladestation im eigenen Zuhause

Wer eine Elektroauto-Ladestation im eigenen Zuhause haben möchte, sollte sich bereits vor dem Kauf umfassend informieren und vorausschauend planen, um nicht plötzlich vor unerwarteten Herausforderungen zu stehen. Dabei helfen die folgenden sechs Punkte, böse Überraschungen zu vermeiden und stattdessen einfach und sicher zuhause zu laden.

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Dieser Beitrag soll Ihnen nur als Information dienen. Versuchen Sie keinesfalls, die Wallbox selbstständig zu installieren – denn das ist für Laien ebenso kompliziert wie gefährlich. Wenden Sie sich dazu an einen kompetenten Installateur. Betriebe in Ihrer Nähe finden Sie auf unserer Karte!

1. Beachten Sie die Vorgaben Ihres Netzbetreibers

Wichtig ist, dass Sie eine Elektroauto-Ladestation zuhause nicht „einfach so“ anbringen und nutzen dürfen. So müssen Sie die Ladestation unbedingt bei Ihrem Netzbetreiber anmelden, damit dieser über die Installation und die Inbetriebnahme Bescheid weiß. Denn ein Elektrofahrzeug mit einer Ladeleistung von 11 kW zieht extrem viel Strom auf einmal aus dem Netz. Damit es nicht zu Stromausfällen kommt, sollte der Netzbetreiber deshalb Kenntnis darüber haben, dass in Ihrem Haushalt eine Ladestation angeschlossen ist und dass Sie darüber ein Elektrofahrzeug laden. Ab 22 kW benötigen Sie sogar eine ausdrückliche Genehmigung.

2. Berücksichtigen Sie die Kapazitäten von Stromanschluss und Stromleitung

Für vollen Komfort als auch größtmögliche Sicherheit beim Aufladen Ihres Elektroautos sollten Sie über die Beschaffenheit des Stromanschlusses sowie über die Dimensionierung der Stromleitung Bescheid wissen. So muss eine Elektroauto-Ladestation im eigenen Zuhause immer über eine separate Stromleitung angeschlossen sein, über die keine weiteren Stromverbraucher laufen. Zudem sollte die Dimensionierung der Stromleitung zwingend auf die gewünschte Ladeleistung angepasst sein.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass ein Elektroauto mit einer Ladeleistung von 11 kW oder mehr eine fünfadrige Zuleitung der Ladestation benötigt. Bei einem Ladestrom von 16 Ampere oder höher ist es außerdem empfehlenswert, ein Kabel mit einem Leitungsquerschnitt von 2,5 mm² zu verwenden. So vermeiden Sie eine Überlastung, die wiederum Kabelbrände zur Folge haben kann. Für eine Elektroauto-Ladestation im eigenen Zuhause ist das ein sehr wichtiges Kriterium.

3. Definieren Sie den passenden Installationsort

Wer eine Elektroauto-Ladestation im eigenen Zuhause haben möchte, sollte sich bereits im Vorfeld Gedanken über den passenden Installationsort machen. Dabei geht es sowohl um bauliche Aspekte, wie z.B. ob die vorgesehene Wand tragfähig ist, ob die Ladestation eine eigene Stele benötigt oder ob bereits ein Starkstromanschluss vorhanden ist. Es geht jedoch auch um äußere Faktoren wie z.B. eine wettergeschützte Anbringung. Denn sowohl eine dauerhafte Sonneneinstrahlung als auch ständiger Regen schaden der Wallbox auf lange Sicht, sofern sie nicht witterungsbeständig ist.

Soll die Installation der Elektroauto-Ladestation zuhause an einem Ort erfolgen, der noch nicht über einen Stromanschluss verfügt, muss dieser zunächst gelegt werden. In diesem Zusammenhang gilt es auch, die Versorgung im Hausverteilerkasten anzupassen. Zudem sollten Sie im Idealfall schon jetzt festlegen, ob es einen Zwischenzähler geben soll, um den Stromverbrauch für das Aufladen des Wagens transparenter und die Abrechnung einfach zu gestalten. Außerdem sollten Sie sich entscheiden, ob Sie die Ladestation per LAN oder WLAN steuern möchten.

4. Planen Sie, wie viele Fahrzeuge Sie an Ihrer Ladestation zuhause gleichzeitig laden möchten

Sie möchten mehrere Fahrzeuge gleichzeitig an einem Standort laden?

Möglich ist es – mit einem dynamischen Lastmanagement der Elektroauto-Ladestation in Ihrem Zuhause. Denn das erhöht nicht nur den Ladekomfort und vermeidet Lastspitzen, sondern verhilft durch maximale Leistungen und exakte Zeitpläne zu einem schnellen, planungssicheren und kostengünstigen Laden mehrerer Fahrzeuge gleichzeitig. Das geschieht, indem das dynamische Lastmanagement eine höhere Ladeleistung der Ladepunkte über den Netzanschlusspunkt ermöglicht. Dabei wird die maximale Ladeleistung ermittelt und ganz individuell, je nach Bedarf an den Ladepunkten zur Verfügung gestellt. Sinkt oder steigt der Stromverbrauch im Gebäude, wird die Maximalleistung für das Cluster der Ladestationen entweder hoch- oder heruntergesetzt.

5. Achten Sie auf Kabellänge und Steckertypen

Der tollste Ladeplatz bringt Ihnen leider nichts, wenn Sie um jeden Zentimeter Kabel bangen müssen. Hat Ihre Elektroauto-Ladestation zuhause ein festes Ladekabel, empfehlen sich hier mindestens fünf Meter Kabellänge. Das macht den Ladevorgang wesentlich komfortabler. Wichtig ist zudem die Kompatibilität von Stecker und Fahrzeug. Denn der Stecker einer Ladestation muss unbedingt zum Fahrzeug passen. Auch hierbei sind Ladestationen mit integriertem Kabel im Vorteil. Sie unterstützen überwiegend den Steckdosen-Typ 2, der alle Nutzungskriterien für die auf dem europäischen Markt am häufigsten verwendeten dreiphasigen Ladevorrichtungen erfüllt. Diese sind meist standardisiert und nach DIN genormt.

6. Denken Sie an Brandschutz und Abnahme der Ladestation, um Ihr Elektroauto zuhause sicher zu laden

Wenn Sie eine Elektroauto-Ladestation im eigenen Zuhause anbringen möchten, sollten Sie auf jeden Fall die Vorgaben der VDE-Norm beachten. Diese schreibt nämlich vor, dass eine Ladestation immer über eine eigene Fehlerstrom-Schutzeinrichtung, den sogenannten FI-Schalter, verfügen muss. Außerdem müssen alle Anschlusspunkte der Ladestation mit einem Überstrom- bzw. einen Überspannungsschutz ausgestattet sein, um eine größtmögliche elektrische Sicherheit sowie einen Schutz vor Überlastung zu gewährleisten. Das ist vor allem aus brandschutztechnischer Sicht wichtig, da eine Überhitzung der Ladevorrichtung zum Brand führen kann. Auch wichtig: die Abnahme des Ladesystems. Diese sollte immer durch einen Experten erfolgen, der über das nötige Fachwissen und die richtige Expertise verfügt.

Haben Sie diese sechs Punkte immer im Hinterkopf, steht der erfolgreichen Installation und komfortablen Nutzung Ihrer Elektroauto-Ladestation am eigenen Zuhause nichts im Wege.

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