6. August 2020

Förderungsmöglichkeiten für Ihr Elektroauto in der Übersicht

Ein neues Auto zu kaufen, ist immer etwas Besonderes. Und es macht auch Spaß – vor allem, wenn sich beim Kauf eine Menge Geld sparen lässt. Wie das funktioniert? Ganz einfach. Sie müssen sich nur ein Elektroauto kaufen. Denn in Deutschland hat die Bundesregierung die Förderung für Elektroauto erneut erhöht.

Wie viel Geld Sie tatsächlich einsparen können, was die einzelnen Bundesländer sowie Österreich und Schweiz an Boni anbieten und welche Förderung für Ihr Elektroauto (und für Ihre private Wallbox) gilt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Bis zu 9.000 Euro – so viel Fördergelder bekommen Elektrofahrzeug-Halter in Deutschland

Den sogenannten Umweltbonus für Elektrofahrzeuge gibt es in der Bundesrepublik bereits seit 2016. Gestartet mit 4.000 Euro, die jeweils zur Hälfe vom jeweiligen Autohersteller sowie vom Bund selbst stammen, hatte sich der Betrag Ende 2019 bereits auf 6.000 Euro erhöht. In Zusammenhang mit dem Corona-Konjunktur-Paket ist die Förderung für ein Elektroauto in diesem Jahr dann abermals gestiegen: auf 9.000 Euro bis Ende 2021. Dabei liegt der Eigenanteil der Hersteller bei 3.000 Euro.

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Diese 9.000 Euro beschreiben dabei die Maximalhöhe der Prämie. Wie viel Geld ein Autokäufer tatsächlich bekommt, hängt vom Nettolistenpreis des Basismodells ab. Übersteigt der Nettolistenpreis 40.000 Euro, bis hin zu 65.000 Euro, beträgt die Förderung maximal 7.500 Euro – 5.000 Euro Förderung vom Bund und 2.500 Euro vom Autohersteller. Die maximale Förderung bekommt ein Elektroauto nur dann, wenn es vollelektrisch fährt und sein Nettolistenpreis unterhalb von 40.000 Euro liegt.

Je mehr „E“, desto mehr „€“

Die Höhe der Förderung für ein Elektroauto bemisst sich zudem nach der jeweiligen Antriebsart des Autos. So gibt es für ein vollelektrisches Fahrzeug oder für ein Brennstoffzellenauto eine höhere Förderung als für einen Plug-In-Hybriden. Aufschläge für Sonderausstattungen beeinflussen die Prämie dabei nicht. Förderberechtigt sind Privatpersonen, gemeinnützige Organisationen sowie Gewerbetreibende und Unternehmen. Wie genau die Staffelung aussehen kann, zeigt die folgende Tabelle des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa):

Fahrzeugtyp Nettolistenpreis Basismodell Bundesanteil Herstelleranteil Gesamt (netto)
Elektroauto bis 40.000 € 6.000 € 3.000 € 9.000 €
Elektroauto über 40.000 € bis 65.000 € 5.000 € 2.500 € 7.500 €
Plug-In-Hybrid bis 40.000 € 4.500 € 2.250 € 6.750 €
Plug-In-Hybrid über 40.000 € bis 65.000 € 3.750 € 1.875 € 5.625 €

Quelle: Bafa

Den jeweiligen Beitrag zieht der Händler entweder direkt beim Kauf in voller Höhe ab oder er mindert den Kaufpreis des Fahrzeugs nur um jenen Förderbetrag von Herstellerseite. Den anderen Teil der Förderung für das Elektroauto muss der Fahrzeughalter dann selbst beim Bafa beantragen.

Auch gebraucht ist gut – diese Regeln gelten für Zweitzulassungen

Generell soll die Umweltprämie den CO2-Ausstoß in Deutschland reduzieren und die Energiewende vorantreiben. Allein vor diesem Hintergrund ist es deswegen sinnvoll, nicht nur Neuwagen, sondern auch junge Gebrauchte mit einer Prämie zu fördern. So können auch Fahrzeughalter die Förderung für ein Elektroauto beantragen, das

5.000 Euro können Fahrzeughalter auf diese Weise für gebrauchte Elektroautos bekommen, 3.750 Euro für gebrauchte Plug-In-Hybride.

Förderung für Elektroauto und private Wallbox – so regeln es die Bundesländer

Neben einer Förderung vom Bund gibt es auch in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle zur Förderung für ein Elektroauto. Welche das sind, zeigt die folgende Übersicht:

Baden-Württemberg

Gefördert werden hier Unterhaltungs- sowie Ladeinfrastrukturkosten für Elektrofahrzeuge. Also z.B. Pkw, vierrädrige (Leicht-)Kraftfahrzeuge oder leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 t mit Elektroantrieb, bis zu einem maximalen Nettolistenpreis von 60.000 Euro. Die Förderhöhe liegt dabei zwischen 3.000 Euro und 5.000 Euro. Die Fahrzeuge müssen zudem mindestens drei Jahre zugelassen sein. Auch E-Taxen und deren Ladeinfrastruktur können mit bis zu 8.000 Euro (Fahrzeuge) bzw. zwischen 5.000 Euro und 50.000 Euro (Ladeinfrastruktur) gefördert werden.

Bayern

In Bayern geht München in Sachen Förderung fürs Elektroauto mit gutem Beispiel voran: Die Stadt unterstützt die Beratung zur Installation einer privaten Ladestation bis zum 31. Dezember 2020 mit bis zu 6.000 Euro.

Berlin

In Berlin gibt es aktuell keine Förderung für Elektroautos oder private Ladestationen.

Brandenburg

Bis Ende 2020 fördert das Land Brandenburg die Errichtung von Ladepunkten sowie Netzanschlüsse mit Summen zwischen 3.000 Euro und 50.000 Euro.

Bremen

In Bremen gibt es aktuell keine Förderung für Elektroautos oder private Ladestationen.

Hamburg

In Hamburg bietet die Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) mit dem ELBE-Projekt eine Förderung für private Ladestationen außerhalb des öffentlichen Raumes an. Unternehmen sowie Kirchen, Vereine und Stiftungen können so Zuschüsse von bis zu 60 Prozent für Hardware-Beschaffung, Make-ready-Kosten und Installation sowie Inbetriebnahme von Ladestationen bekommen.

Hessen

In Hessen gibt es aktuell keine Förderung für Elektroautos oder private Ladestationen.

Mecklenburg-Vorpommern

Das Land unterstützt investive Maßnahmen zum Einsatz alternativer, nichtfossiler Kraftstoffe und Antriebe sowie von Brennstoffzellentechnik und Elektromobilität mit bis zu 50 Prozent (in Ausnahmefällen 60 Prozent) der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Niedersachsen

Seit 2014 fördert das Land Niedersachsen das Aufstellen von Ladegeräten für Elektroautos, die auf P+R-Plätzen an ÖPNV-Stationen geparkt sind. Antragsberechtigt sind dabei nur Gebietskörperschaften sowie private Unternehmen mit mehr als 50 Prozent öffentlicher Beteiligung. Die Maximalhöhe der Förderung für ein Elektroauto liegt bei 7.500 Euro pro Ladestation.

Nordrhein-Westfalen

Das Land NRW hat ein ganzes Förderprogramm zur emissionsarmen Mobilität auf die Beine gestellt. Um Kauf und Errichtung nicht-öffentlicher Ladestationen zu fördern, bietet das Land Besitzern von Elektrofahrzeugen sowohl Fördermöglichkeiten für private Ladestationen, wie beispielsweise Wallboxen oder Ladesäulen, als auch Zuschüsse für alle dazugehörigen Ausgaben, wie Parkplatzmarkierungen, Netzanschlüsse, Tiefbau und Inbetriebnahme. Zudem vergibt die NRW.Bank Darlehen zur Unterstützung der Elektromobilität inklusive des Erwerbs von Fahrzeugen ohne Verbrennungsmotor. Die Höhe des Darlehens liegt hier bei bis 100 Prozent der förderfähigen Kosten bzw. bei mindestens 10.000 EUR und maximal 5 Mio. Euro.

Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt

In diesen Bundesländern gibt es aktuell keine Förderung für ein Elektroauto oder private Ladestationen (u.a. aber für andere E-Fahrzeuge wie Pedelecs sowie für die Forschung zu alternativen Energiekonzepten).

Schleswig-Holstein

Wer in Schleswig-Holstein zwischen dem 01.01.2020 und dem 31.12.2022 eine private Ladestation kauft, kann ab sofort von einer Förderung profitieren. Denn das Bundesland zahlt jedem, der für private, nicht öffentliche Zwecke eine Wallbox installiert hat, einen Zuschuss von bis zu 1.000 Euro – und das sogar rückwirkend. Zudem können Besitzer von Ladestationen mit einem Zuschuss der Anschaffungs- sowie der Installationskosten von 50 Prozent rechnen. Wer gleichzeitig eine Photovoltaikanlage errichtet, kann sogar bis zu 75 Prozent der Summe bekommen.

Thüringen

Das Bundesland Thüringen fördert die Anschaffung von Ladesystemen für alternativ angetriebene Fahrzeuge. Dazu gehören auch innovative Energiespeicher für erneuerbar erzeugte Energien. Die Höhe der Förderung liegt hier bei bis zu 75 Prozent der Anschaffungsausgaben bzw. bei maximal 15.000 Euro pro Ladestation. Förderung für ein Elektroauto gibt es in Thüringen nicht.

So machen es Österreich und die Schweiz

In Österreich sieht das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus die Förderung für ein reines Elektroauto mit 3.000 Euro pro Fahrzeug vor. Plug-In-Hybride werden mit 1.500 Euro bezuschusst. In Zusammenhang damit fördert das Land auch die Anschaffung einer privaten Wallbox oder einer intelligenten (OCPP-fähigen) Ladestation. So können kleine und mittlere Unternehmen sowie Privatpersonen 200 Euro für den Kauf einer Ladestation dazu bekommen. Der gleichzeitige Erwerb eines Elektrofahrzeugs ist allerdings Voraussetzung für diese Förderung. Öffentliche Ladestationen werden mit 10.000 Euro bezuschusst, Schnellladestationen mit Drehstrom von mehr als 43 kW oder Gleichstrom von mindestens 50 kW oder mehr sogar mit 12.500 Euro.

In der Schweiz setzen die Kantone mit unterschiedlichen Modellen auf die Förderung für ein Elektrofahrzeug. So gibt es derzeit 20 Kantone, die die im Land geltende Motorfahrzeugsteuer um bis zu 80 Prozent reduzieren oder sogar ganz erlassen. Zudem zahlen einige Kantone einen Teil des Kaufpreises von Elektroautos oder erstatten (wie beispielsweise Basel-Stadt) 20 Prozent bzw. bis zu 5.000 Schweizer Franken des Kaufpreises des Elektroautos. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ökorabatte von Autoversicherungen sowie Zuschüsse diverser Stiftungen. Außerdem fördern beispielsweise die Kantone Genf und Tessin sowie die Stadt St. Gallen private Ladestationen mit Beträgen von 500 bis zu 2.000 Schweizer Franken.

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