14. Oktober 2021

Alle Förderprogramme für Ihre Photovoltaik-Anlage im Überblick

Sie produziert „grünen“ Strom, schützt die Umwelt und schont Ressourcen. Die Rede ist von einer Photovoltaikanlage. Kaum eine andere Methode zur nachhaltigen Energiegewinnung ist so effektiv und kann mit so vielen Vorteilen überzeugen, wie die Stromerzeugung mittels Sonnenkraft. Dennoch hat die Anschaffung von PV-Anlagen ihren Preis. Mehrere tausend Euro sind keine Seltenheit. Doch das sollte kein Argument sein, auf Sonnenenergie zu verzichten. Denn die Förderung von Photovoltaik auf Privathäusern ist sehr vielversprechend und entlastend für den Käufer.

Welche Förderprogramme es im DACH-Raum gibt und was Sie beim Antrag für eine Förderung von Photovoltaik beachten müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Einmalförderung oder Einspeisevergütung – diese Förderarten gibt es

Bevor es um die Programme für die Förderung von Photovoltaik geht, gilt es zunächst, zwischen zwei Arten von Förderungen zu unterscheiden:

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  1. Die einmalige Förderung:
    Die einmalige Förderung von Photovoltaik zur Anschaffung, auch Investitionsförderung genannt, ist eine Einmalzahlung. Den Antrag hierfür müssen Sie bereits vor dem Kauf einer PV-Anlage stellen. Erst dann können Sie diese erwerben.
  2. Die Einspeisevergütung:
    Die Einspeisevergütung ist als eine Art Förderung von Photovoltaik im laufenden Betrieb der Anlage zu sehen. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) müssen Sie Ihre PV-Anlage direkt nach deren Inbetriebnahme anmelden, um dann eine Förderung für den von Ihnen ins öffentliche Netz eingespeisten Strom zu erhalten.

Förderung von Photovoltaik: Das sind die wichtigsten Förderprogramme

Generell gibt es für die Förderung von Photovoltaik-Anlagen auf Privathäusern eine Menge verschiedener Programme, die den Erwerb einer PV-Anlage sehr attraktiv machen. In Deutschland ist es dabei nicht nur der Bund, der Gelder bereitstellt, sondern auch die Länder und Kommunen haben ansprechende Angebote. Von den oben bereits genannten (Investitionsförderung und Einspeisevergütung) über Zuschüsse von Energieversorgern bis hin zu zinsgünstigen Krediten gibt es etliche Modelle. Welche das sind und worin sie sich unterscheiden, zeigt Ihnen die folgende Übersicht.

1. Förderung von Photovoltaik durch die KfW-Bank

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, hat ein bundesweites Programm zu Förderung von Photovoltaik entwickelt. Wer diese finanzielle Unterstützung nutzen möchte, muss allerdings ein paar entscheidende Anforderungen erfüllen. So ist es Voraussetzung, dass die PV-Anlage den Vorgaben des EEG entspricht. Damit darf das Gebäude, auf dem die Anlage installiert ist, nicht eigens zum Zweck der Stromerzeugung gebaut sein – was ein Wohnhaus per se nicht ist. Zudem ist es wichtig, dass die PV-Anlage an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist, um eine Einspeisung des erzeugten Stroms zu gewährleisten.

Sind beide Voraussetzungen gegeben, lässt sich die Förderung von Photovoltaik durch die KfW-Bank beantragen. Bei Annahme des Antrags kann der Anlagenbetreiber sowohl eine finanzielle Unterstützung für den Anlagenkauf und die Installationskosten als auch für die Erweiterung von bestehenden Anlagen erhalten. Damit richtet sich das KfW-Programm gleichermaßen an Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen, deren Neu- und Bestandsanlagen sich auf Dächern, an Fassaden sowie auf Freiflächen befinden. Die Laufzeiten der Förderung können dabei 5, 10, 15 oder 20 Jahre betragen – je nach Bonität und Sicherheiten der Antragsteller.

Übrigens: Für private Ladestationen mit einer Ladeleistung von 11 kW zum Aufladen von Elektroautos bietet die KfW-Bank seit November 2020 ebenfalls eine Förderung von einmalig 900 Euro an.

2. Die Einspeisevergütung als betriebliche Förderung

Die Einspeisevergütung ist die bekannteste Förderung von Photovoltaik in Deutschland. Dauer und Höhe sind dabei durch die Vorgaben des EEG geregelt. Allgemeine verbirgt sich dahinter ein Betrag, den ein Netzbetreiber dem Betreiber einer PV-Anlage dafür zahlt, dass dieser seinen überschüssigen Strom in das öffentliche Stromnetz einspeist. Der Anlagenbetreiber bekommt die Einspeisevergütung dabei als gleichbleibenden Vergütungssatz über eine Zeitspanne von 20 Jahren gezahlt. Einmal für eine Anlage festgelegt, ändert sich der Fördersatz nicht mehr.
Die Höhe der Förderung von Photovoltaik als Einspeisevergütung richtet sich nach dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der PV-Anlage. So erhält ein Betreiber, der seine Anlage bis August 2019 in Betrieb genommen hat, bis August 2039 eine Einspeisevergütung in Höhe von 10,48 ct/kWh. Für Anlagen, die im April 2021 ans Netz gegangen sind, betrug der Fördersatz nur noch 7,81 ct/kWh. Das liegt daran, dass die Vergütung abhängig ist von der Anzahl der Anlagen, die ihren Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Das heißt also: Je mehr Anlagen, desto geringer die finanzielle Förderung. Aus diesem Grund ist eine möglichst frühe Inbetriebnahme empfehlenswert.

Um eine Förderung von Photovoltaik nach dem EEG erhalten zu können, ist es für Anlagenbetreiber zudem eine Voraussetzung, die Stammdaten ihrer Anlage über das PV-Meldeportal in das sogenannte „Marktstammdatenregister“ einzutragen zu lassen. Wer das nicht tut, kann auch keine Förderung nach EEG beanspruchen.

3. Eigenverbrauch als finanzielle Entlastung

Zudem ist es möglich, die Förderung von Photovoltaik indirekt über den Eigenverbrauch zu regeln. Im Vergleich zu den Preisen, die der Verbraucher für Strom aus dem öffentlichen Netz zu zahlen hat, ist selbsterzeugter Strom aus der PV-Anlage wesentlich günstiger. Wer also viel Eigenstrom verbraucht, ist weniger auf den Netzstrom angewiesen. Das senkt die Energiekosten und PV-Anlagenbetreiber können ordentlich sparen. Hinzu kommt, dass der Eigenverbrauch bis 30 kWp nicht abgabenpflichtig ist und der Betreiber so keine EEG-Umlage zahlen muss.

4. Die Förderung von Photovoltaik in den einzelnen Bundesländern

Von 16 Bundesländern bieten aktuell sechs eine Förderung von Photovoltaik an: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Dabei hat letzteres ebenso wie Baden-Württemberg eine Menge Zuspruch für seine Förderungen erfahren, sodass die Mittel für 2021 hier bereits ausgeschöpft sind. Während Thüringen schon eine Fortsetzung seines Programms für 2022 plant, gibt es in Baden-Württemberg bisher noch keine Pläne.

Nordrhein-Westfalen bietet zur Photovoltaik-Förderung aktuell eine Zahlung von 150 Euro je kWh für stationäre elektrische Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden PV-Anlage an. Nachrüstungen sind dabei ausgeschlossen. Ähnlich ist es in Berlin. Hier gibt es 300 Euro je Kilowattstunde nutzbarer Kapazität für Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher. Verfügen Speicher oder das Energiemanagementsystem über eine prognosebasierte Betriebsstrategie, gibt es zudem einen Bonus von 300 Euro.

Rheinland-Pfalz bietet zur Photovoltaik-Förderung ein Solar-Speicher-Programm für PV-Anlagen mit Batteriespeicher, die nicht nachgerüstet sind, an. In Bayern gibt es im sogenannten bayrischen „10.000 Häuser Programm“ ein PV-Speicherprogramm. Hier können Anlagenbetreiber je nach Kapazität ihres Speichers eine gestaffelte Förderung ab 500 Euro erhalten. Voraussetzung dafür ist die Neuerrichtung einer PV-Anlage.

5. Förderung von Photovoltaik in Österreich

In Österreich gibt es die bundesweite OeMAG-Tarifförderung für PV-Anlagen an oder auf einem Gebäude. Dabei erhalten Anlagenbetreiber, ähnlich der Einspeisevergütung in Deutschland, einen einmaligen Investitionszuschuss in Kombination mit einem Fördertarif. Die Förderung greift allerdings nur bei neu errichteten Anlagen bis 100 kWp mit Netzanschluss. Diese können eine einmalige Zahlung von maximal 250 Euro pro kWp, höchstens jedoch 30 Prozent der Investitionskosten erhalten. Für 2021 sind die Kontingente der OeMAG allerdings bereits verbraucht.
Wer trotzdem eine Förderung für Photovoltaik erhalten will, geht dennoch nicht leer aus. So stehen bis Ende 2022 bzw. bis zur Ausschöpfung der Mittel noch Gelder im Förderprogramm des Klimafonds Investitionsförderung für PV-Anlagen bis 50 kWp zur Verfügung. Förderberechtigt sind dabei neu installierte sowie im Netzparallelbetrieb geführte Anlagen. Die Summen liegen hierbei zwischen 150 Euro/kWp Minimum und 250 Euro/kWp Maximum. Gebäudeintegrierte Anlagen (GIPV) können darüber hinaus einen Bonus in Höhe von zusätzlich 100 Euro/kWp erhalten.

6. Förderung von Photovoltaik in der Schweiz

Neben einigen wenigen Förderung der Kantone und Gemeinden gibt es in der Schweiz ebenfalls staatliche Zuschüsse in Form von Einspeisevergütungen. Für Anlagen unter 100 kWp bestehen diese aus einem Grundbeitrag und einem Leistungsbetrag. Der Grundbetrag beträgt aktuell 1.000 Franken, der Leistungsbetrag 340 Franken pro kWp. Wer eine gebäudeintegrierte Anlage betreibt, kann eine Förderung für Photovoltaik von 1.100 Franken und 380 Franken pro kWp erhalten. Die Antragsstellung darf dabei erst nach erfolgter Inbetriebnahme der Anlage bei der Pronovo AG erfolgen.

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