22. Dezember 2020

4 Punkte, die Sie bei Ladestationen für Elektroautos beachten müssen

Wer ein Elektroauto fährt, möchte in der Regel nicht nur etwas für die Umwelt tun, sondern auch ein gewisses Maß an Komfort genießen. Letzterer betrifft dabei vor allem den Ladevorgang des Fahrzeugs. Damit dieser so unkompliziert und effizient wie möglich abläuft, spricht alles für eine private Ladestation. Wichtig ist, dass Elektroauto und Ladestation optimal aufeinander abgestimmt sind.

Welche Faktoren es dabei unbedingt zu berücksichtigen gilt und welches Elektroauto zu welcher Ladestation passt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Dreamteam der Zukunft:  Elektroauto und Ladestation

Elektroautos machen einen zunehmend wichtigeren Bestandteil der Energiewende aus. Verschiedenste Förderprogramme von Bund und Ländern wollen den Erwerb von E-Autos attraktiver machen und die E-Mobilität mit mehr verkauften Fahrzeugen stärker in den Fokus der Gesellschaft rücken. Ein Plan, der aufzugehen scheint. Während das Kraftfahrt-Bundesamt im Mai 2020 bei den Neuzulassungen noch einen Zuwachs von rund 21 % verzeichnete, waren es im November 2020 schon satte 522,8 %.  Und je mehr Elektrofahrzeuge es gibt, desto mehr Ladestationen sind natürlich nötig. Neben öffentlichen Ladesäulen steigt auch der Bedarf an privaten Ladestationen, den sogenannten Wallboxen. Diese versprechen nicht nur komfortables, sicheres und unkompliziertes, sondern auch extrem bedarfsgerechtes Laden. Doch damit das in der Praxis tatsächlich funktioniert, gilt es bei der Kombination von Elektroauto und Ladestation einige wichtige Punkte zu beachten. Welche das sind, verrät Ihnen die folgende Auflistung.

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1. Vorausschauendes Planen ist ein absolutes Muss

Das erfolgreiche Zusammenspiel von Elektroauto und Ladestation beginnt schon lange vor dem Autokauf und der Installation der Wallbox. Entscheidend ist nämlich in erster Linie die Wohnsituation. Wohnung oder Haus, Miete oder Eigentum?

Seit 2020 gilt eine Aktualisierung des Wohnungseigentumsmodernisierungs-Gesetzes der Bundesregierung. Diese räumt Mietern und Wohnungseigentümern einen rechtlichen Anspruch darauf ein, dass sie an ihrer Wohnung einen Ladeanschluss für ihr Elektrofahrzeug einbauen dürfen. Waren Mieter bisher auf eine Erlaubnis angewiesen, dürfen sie heute für ihr Elektroauto immer eine Ladestation installieren.

Was aber in jedem Fall abzuklären ist, sind sämtliche weitere Fragen in Bezug auf die Vorgaben von Bau-, Wohneigentums- und Mietrecht. Dazu gehören bauliche Aspekte, wie z.B. die Tragfähigkeit der Wand, an der die Ladestation hängen soll. Aber auch äußere Faktoren, wie z.B. der Schutz vor Wind und Wetter. Wer sein Elektroauto mit einer Ladestation zu Hause laden will, sollte unbedingt ein Auge auf diese Aspekte werfen.

2. Welche Stromanschlüsse und Leitungen sind bereits vorhanden?

Ebenfalls wichtig für ein Elektroauto und seine Ladestation sind die vorhandenen (oder auch nicht vorhandenen) Stromleitungen und -anschlüsse. Hier gilt es ebenfalls im Vorfeld zu klären, ob der heimische Netzanschluss groß genug ist oder ob eine Erweiterung des Anschlusses notwendig ist. Für eine Ladestation mit einer Ladeleistung von 11 kW ist in der Regel jeder Netzanschluss ausgelegt. Problematisch wird es erst, wenn Sie noch weitere elektrische Geräte an die gleiche Stromversorgung anschließen wollen. Dann kann es sein, dass eine Erweiterung des Netzanschlusses erforderlich ist, um überhaupt eine Ladestation installieren zu können.

Gibt es an der favorisierten Ladestelle bereits einen Starkstromanschluss, lässt sich dieser einfach für das Elektroauto und die Ladestation nutzen. Gleichzeitig empfiehlt es sich, dabei die Versorgung im Hausverteilerkasten anzupassen. Schon jetzt können Fahrzeughalter entscheiden, ob sie einen Zwischenzähler haben möchten, um den Stromverbrauch für das Aufladen des Wagens transparenter und die Abrechnung einfach zu gestalten. Und soll die Ladestation des Elektroautos vielleicht sogar per LAN/WLAN gesteuert werden? Um diese Fragen zu beantworten, sollten Sie einen Elektroinstallateur zu Rate ziehen.

3. Das Elektroauto muss zur Ladestation passen

Für die Wahl der passenden Ladestation ist es entscheidend, zu wissen, wie hoch die maximale Ladeleistung des Elektrofahrzeuges ist. Soll die Ladestation dem Aufladen mehrerer Fahrzeuge dienen, ist das Fahrzeug mit der höchsten maximalen Ladeleistung der Maßstab. Zudem gilt es, die Art des Ladekabels und des dazugehörigen Steckers genau festzulegen.

Da nicht jedes Elektroauto zu jeder Ladestation und deren Stecker passt, sollte vor der Anschaffung einer Ladestation geprüft sein, welche Anschlussmöglichkeiten das Fahrzeug unterstützt. Umgekehrt ist außerdem wichtig, welchen Steckertypen die Ladestation erfordert.

Besitzer einer PV-Anlage sollten außerdem unbedingt darauf schauen, ob die neue Ladestation des Elektroautos auch mit Solarstrom laden kann und das dazugehörige Energiemanagement unterstützt.

4. Die Anmeldung beim Netzbetreiber nicht vergessen

Der Netzbetreiber (nicht zu verwechseln mit dem Stromanbieter) möchte darüber informiert werden, wenn eine neue Ladestation für Elektroautos installiert wird. Sonst kann es durch den erhöhten Stromverbrauch durchaus dazu kommen, dass Sie und Ihre Nachbarn plötzlich im Dunklen sitzen. Ab 12 kW Ladeleistung brauchen Besitzer sogar zunächst eine Erlaubnis des Netzbetreibers, bevor die Installation losgehen kann. Diese Meldung darf nur durch einen eingetragenen Elektroinstallateur beim Netzanbieter vorgenommen werden.

Haben Sie alle Punkte abgehakt? Dann wünschen wir Ihnen viel Freude mit Ihrer neuen Ladestation!

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