4. Februar 2021

Vor- und Nachteile einer Schnellladestation für Ihr Elektroauto

Je schneller, desto besser. Dieser Grundsatz gilt in vielen Bereichen des Lebens – auch, wenn es darum geht, Ihr Elektroauto aufzuladen. Denn mal ehrlich: wer hat heute schon Zeit, stundenlang darauf zu warten, dass die Batterien des Autos endlich wieder voll sind? Gut, dass es mittlerweile Schnellladestationen gibt, die versprechen, Elektroautos innerhalb kürzester Zeit aufzuladen. Doch ist eine Schnellladestation wirklich so gut?

Welche Vorteile – und Nachteile! – eine Schnellladestation hat und was Sie in diesem Zusammenhang unbedingt wissen sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was steckt eigentlich dahinter?

Eins vorweg: Bei der Ladezeit von Elektroautos gibt es ebenso wenig eine pauschale Formel für eine allgemeine Ladedauer wie ein „richtiges“ oder „falsches“ Aufladen. Die Wege, um die Batterien eines E-Autos aufzuladen, sind in etwa so unterschiedlich wie es die Automodelle selbst sind. Dennoch lässt sich sagen, dass die Ladedauer bis zu einem gewissen Grad maßgeblich von der Leistung der jeweiligen Ladestation abhängt. Das bedeutet: Je mehr Strom eine Ladestation pro Minute zur Verfügung stellen kann und je höher die elektrische Leistung, umso zügiger ist das Fahrzeug vollgeladen. Mit einer Schnellladestation ist Ihr Auto also wesentlich schneller wieder fahrtauglich als mit einer herkömmlichen Ladestation.

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So funktioniert eine Schnellladestation für Ihr Elektroauto

Aber wie genau funktioniert das eigentlich? Um das zu erklären, ist zunächst die Unterscheidung zwischen Wechselstrom (AC) und Gleichstrom (DC) wichtig. Während es sich beim normalen Haushaltsstrom immer um Wechselstrom handelt, benötigt ein Elektroauto zum Aufladen immer Gleichstrom. Dazu kann das Fahrzeug den aus der Ladestation kommenden Wechselstrom entweder selbst umwandeln oder aber die Ladestation übernimmt diesen Umwandlungsprozess. Eine Schnellladestation kann letzteres und macht damit den Weg frei für ein extrem schnelles Laden. Bei diesem Prozess kommt das sogenannte IU-Ladeverfahren zum Einsatz, das eine phasenweise Ladung des Akkus und damit ein volles Ausschöpfen dessen gesamter Leistungskapazität ermöglicht.

Im Grunde funktioniert das Prinzip einer Schnellladestation damit ganz einfach: Bis 80 Prozent der Ladekapazität erreicht sind, lädt die Station den Akku über Konstantstrom. Das verbraucht nur wenig Zeit. Für die verbleibenden 20 Prozent stellt die Schnellladestation auf Konstantspannung um. So lässt es sich vermeiden, dass der Akku des Fahrzeugs trotz extrem kurzer Ladezeiten überlastet wird.

Voller Akku, kurze Ladezeit – die Vorteile einer Schnellladestation

Mit der größte Vorteil einer Schnellladestation ist, dass sie es möglich macht, ein Elektroauto in weniger als einer Stunde mit ausreichend Strom zu versorgen, um rund 200 Kilometer Strecke problemlos zurücklegen zu können. Bei einem solchen Ladevorgang mittels Schnellladepunkt können Akkus dabei innerhalb von rund 45 Minuten wieder voll sein. Im Vergleich: Wer eine private Ladestation zu Hause nutzt, muss mit rund drei bis vier Stunden Ladezeit rechnen. Wenn Sie also nur wenig Zeit haben, Ihr Auto aber so schnell wie möglich vollladen müssen, ist eine Schnellladestation genau das richtige für Sie.

Fest steht also: schnelle Ladezeiten, hohe Ladeleistung und ein effektives Zeit- bzw. Lademanagement sind die Vorteile einer Schnellladestation. Vor allem für Autofahrer, die ihr Fahrzeug unterwegs laden müssen, sind Schnellladestationen eine tolle Alternative zu herkömmlichen, öffentlichen Ladesäulen. Erste öffentliche Ladestationen, die eine minimale Ladedauer von Elektrofahrzeugen ermöglichen, gibt es in Deutschland bereits. Gleichzeitig arbeitet die Forschung bereits an sogenannten Ultra-High-Power-Ladern, die ein Aufladen in weniger als zehn Minuten möglich machen sollen. Bis diese einsatzbereit sind, kann jedoch noch einiges an Zeit vergehen – und solange halten Schnellladestationen die Stellung.

Stichwort Kostenfaktor: Das sind die Nachteile einer Schnellladestation

Doch neben allen positiven Seiten einer Schnellladestation gibt es auch zwei kleine, negative Aspekte. Zum einen ist der Ladeanschluss des Fahrzeugs selbst zu nennen. Viele E-Autos verfügen noch nicht über einen Gleichstrom- bzw. DC-Anschluss. Das liegt daran, dass die Umwandlung von Wechsel- zu Gleichstrom nach wie vor überwiegend von den E-Autos selbst vorgenommen wird und dies nicht über die Ladestation passiert. So sind Schnellladestation und Fahrzeuganschluss nicht immer kompatibel.

Hinzu kommt der Kostenfaktor. Eine Schnellladestation ist in der Anschaffung nämlich etwas teurer als eine normale Ladestation. Das sollte jedoch kein Ausschlusskriterium sein. Denn hierbei gilt es, das große Ganze im Blick zu haben: Die höheren Anschaffungskosten sollten Sie immer mit der Zeitersparnis für das schnellere Laden gegenrechnen. Unterm Strich bleiben dann kaum Mehrkosten übrig.

Welche Ladestation passt zu mir?

Auch hier gilt: Es gibt keine Pauschallösung. Wichtig ist, dass Sie wissen, welche Art des Aufladens Ihnen am meisten zusagt. Wollen Sie möglichst schnell laden? Oder möglichst nachhaltig und umweltfreundlich? Oder sogar beides? Möglich ist alles – wenn Sie die richtige Schnellladestation nutzen.

An dieser Stelle empfiehlt es sich, auf eine Schnellladestation zu setzen, die Ihnen mehrere Lademodi zugleich anbietet. So gibt es auf dem Markt zum Beispiel Modelle, mit denen Sie Ihr Elektroauto umweltfreundlich, unter Nutzung erneuerbarer Energien und schnell zugleich aufladen können.

Nehmen wir unser zappi als Beispiel. Im ECO-Modus richtet sich die Ladeleistung nach der aktuellen Energieerzeugung und dem Stromverbrauch des gesamten Haushalts. Der Ladevorgang endet, sobald das Fahrzeug vollständig geladen ist. Den Strom können Sie in diesem Fall sowohl vom Stromnetz als auch (wenn vorhanden) von Ihrer PV-Anlage beziehen.

Im sogenannten ECO+ Modus, den Ihnen unsere Schnellladestation ebenfalls bietet, hängt die Ladeleistung gleichfalls von der aktuellen Energieerzeugung und dem Verbrauch im gesamten Haushalt ab. Wird allerdings zu viel Strom aus dem Netz bezogen, unterbricht der Ladevorgang und läuft erst weiter, wenn wieder genügend überschüssige Energie von der Photovoltaik- Anlage vorhanden ist. Darüber hinaus bietet zappi auch einen dritten Modus, den sogenannten FAST-Modus an. Hierbei wird das Fahrzeug so schnell wie möglich mit maximaler Leistung geladen. Wann Sie welchen Modus benutzen wollen, können Sie ganz flexibel und auf Ihre Bedürfnisse angepasst wählen. Für ein entspanntes Laden mit höchstem Komfort – und das ist schließlich der größte Vorteil einer Schnellladestation!

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