15. April 2021

Ab wann Sie eine Wallbox mit 22 kW brauchen – und wo die Unterschiede liegen

Wer sein Elektroauto zu Hause laden möchte, braucht eine Wallbox. Doch nicht jede Wallbox passt zwangsläufig zu jedem Auto. So gibt es neben unterschiedlichen Ladeanschlüssen und Steckertypen auch unterschiedliche Ladeleistungen. Warum Wallboxen unterschiedliche Ladeleistungen haben und welchen Sinn das hat, welche Wallbox sich für welche Anforderungen lohnt und wann eine Wallbox mit 22 kW sinnvoll ist? Das alles erfahren Sie in diesem Beitrag.

Eine Wallbox mit 22 kW oder doch lieber 11 kW? Das sind die Unterschiede

Zunächst einmal gilt es, zu verstehen, was die beiden Zahlen und ihre Einheit (kW) überhaupt aussagen. Die Abkürzung kW steht für Kilowatt und beschreibt die Leistung, die ein elektrisches Gerät, in diesem Fall die Wallbox, aufnehmen kann. Je höher die Zahl dabei ist, desto größer ist die Energiemenge. Das heißt also, eine Wallbox mit 22 kW kann mehr Power liefern als eine Wallbox mit 11kW.

Alle weiteren Unterschiede zwischen dieser und einer Wallbox mit 11 kW hängen von dieser gelieferten Energie ab. Zu nennen wären da zum Beispiel die Ladedauer, der Batterieverschleiß oder aber die Art der Installation sowie die Genehmigung der Ladestation durch den Netzbetreiber. Was sich ganz konkret hinter diesen Unterschieden verbirgt, zeigt die folgende Übersicht

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1. Wallbox mit 22 kW – diese Genehmigung brauchen Sie vor der Installation

Für eine Ladestation mit einer Ladeleistung von bis zu 11 kW ist in der Regel jeder Netzanschluss ausgelegt. Dennoch ist es erforderlich, eine Wallbox mit 11 kW beim Netzbetreiber anzumelden, da ein Elektrofahrzeug mit dieser Ladeleistung vergleichsweise viel Strom auf einmal aus dem Netz bezieht. Damit es nicht zu Stromausfällen kommt, sollte der Netzbetreiber deshalb auf jeden Fall wissen, dass in Ihrem Haushalt eine Wallbox angeschlossen ist. Eine Meldung der Wallbox mit 11 kW ist deswegen Pflicht – eine Wallbox mit 22 kW muss dagegen vom Netzbetreiber genehmigt werden

Dabei steht es dem Netzbetreiber frei, ob er die Installation einer 22 kW-Variante erlaubt oder nicht. Falls nicht, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als auf eine Wallbox mit weniger kW zurückzugreifen, oder die Leistung Ihrer gewünschten Ladestation von Ihrem Elektroinstallateur begrenzen zu lassen.

2. Lieber 22 kW oder doch 11kW – das bedeutet die Ladeleistung für die Ladedauer

Logisch ist: je mehr Kilowatt eine Wallbox anbietet, umso schneller kann das Elektroauto vollladen. Also mehr Leistung gleich mehr Power gleich weniger Ladezeit. Für eine 22 kW-Wallbox hat das einige ganz konkrete Vorteile. So ist sie zum Beispiel in der Lage, Ladezeiten signifikant zu verkürzen, was die Nutzung eines Elektroautos wesentlich flexibler gestaltet und ein kurzes Aufladen zwischendurch ermöglicht. Wer mit seinem Auto viele kurze Strecken fährt, kann von diesen kurzen Ladezeiten wesentlich profitieren.

Ein kleiner Nachteil ist heute allerdings (noch), dass die meisten Elektrofahrzeuge mit Akkus ausgestattet sind, denen eine Ladeleistung von 11 kW absolut ausreicht bzw. die mehr Ladeenergie gar nicht standhalten können. Dabei sind die Batterien so gut aufgestellt, dass sie auch mit weniger kW in einer Zeitspanne zwischen fünf und acht Stunden komplett aufgeladen sind. Und da die meisten E-Autos über Nacht laden, ist eine Verkürzung der Ladeintervalle nicht zwingend notwendig. Dennoch ist es durchaus sinnvoll, trotzdem in eine Wallbox mit mehr kW zu investieren.

Warum? Ganz einfach: Was nämlich heute schon für eine Wallbox mit 22 kW spricht, ist das Thema „Zukunftsfähigkeit“. Denn bereits jetzt ist absehbar, dass zukünftige Elektrofahrzeuge höhere Ladeleistungen haben werden. Hinzu kommt, dass Wallboxen generell eine längere Lebens- und Nutzungsdauer haben als Elektroautos. Während erstere auch in 15 bis 20 Jahren noch funktionieren werden, haben Sie das Auto bis dahin sicher schon einmal gewechselt. Vor diesem Hintergrund ist es durchaus sinnvoll, schon heute in eine Wallbox mit 22 kW zu investieren. So können Sie Ihr aktuelles Fahrzeug nämlich zunächst einmal mit kleinerer Leistung laden und später dann „aufrüsten“ – und das alles, ohne eine neue Wallbox kaufen zu müssen. Flexibilität lautet hier der Erfolgsfaktor.

3. Wie viel kW passen zu mir? Am Ende entscheidet das Auto

Die Frage, ob Sie eine Wallbox mit 22 kW oder doch lieber eine Wallbox mit 11 kW wählen, hängt letztendlich maßgeblich von Ihrem Fahrzeug ab. Denn wenn dieses generell nur mit 11 kW pro Stunde laden kann, wird es auch mit 22 kW nicht schneller vollgeladen sein. In diesem Fall spielt es daher keine Rolle, ob Sie das Fahrzeug mit 11 kW oder mit 22 kW laden. Doch das allein ist kein Argument, um von einer 22 kW-Wallbox Abstand zu nehmen. Ganz im Gegenteil! Denn wer schon heute in eine solche investiert, hat einen wichtigen Schritt in Richtung versorgungssichere elektronische Zukunft gemacht und ist bestens darauf vorbereitet, auch E-Autos mit höheren Ladeleistungen laden zu können. Und die kommen garantiert in den nächsten Jahren auf den Markt.

Sie können sich nicht entscheiden? Kein Problem – wir haben da etwas vorbereitet…

Denn wieso sollten Sie sich zwischen zwei Wallbox-Varianten entscheiden müssen, wenn Sie beides haben können? Genau das haben sich manche Hersteller von privaten Ladestationen auch gedacht und eine Wallbox entwickelt, mit der Sie ganz flexibel zwischen 1,4 kW und 22 kW switchen können. So können Sie Ihre Wallbox mit 22 kW, aber auch mit kleinerer Leistung nutzen.

Wie das funktioniert? Ganz einfach: Eine flexible Wallbox mit 22 kW lässt sich per Software oder direkt in der Hardware so herunterregeln, dass die Stromaufnahme auf 7 kW (und bei Bedarf sogar kleiner) begrenzt ist. Möchten Sie dann irgendwann auf die vollen 22 kW zugreifen, lassen Sie Ihre Wallbox ganz einfach wieder auf den maximalen Ladestrom umstellen. So können Sie viele verschiedene Anforderungen mit nur einer Wallbox erfüllen.

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