19. August 2021

Wallbox im Außenbereich installieren: Das sollten Sie über Wetterschutz & Co. wissen!

Zu viel des Guten ist schlecht. Und zu viel des Schlechten sowieso. Das gilt auch für die Beziehung zwischen Wallbox und Wetter. Denn gerade, wenn eine Wallbox im Außenbereich angebracht ist, spielt der richtige Wetterschutz eine große Rolle. Ohne diesen setzt man die Wallbox im Outdoor-Bereich nämlich unnötigen Risikofaktoren aus, die sich mit ganz einfachen Mitteln minimieren lassen.

Welchen Wetterschutz Ihre Wallbox im Außenbereich unbedingt haben sollte, worin die größten Risikofaktoren liegen und was es mit den wichtigen IP-Schutzarten auf sich hat, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Vorsicht vor Extremen ­– das mag die Wallbox im Außenbereich gar nicht

Wasser, Staub, Hitze oder Kälte sind ganz natürlich und kommen überall im Freien vor. Das ist auch für die Wallbox kein Problem. Zumindest solange nicht, wie Wetter und Witterung nur in Maßen auf diese einwirken. Doch in der Regel ist es so, dass eine Wallbox im Außenbereich schnell mehr Natur spürt, als ihr lieb ist. Im Sommer ist es extrem heiß und sehr staubig, im Winter viel zu nass und nicht selten äußerst kalt. Ist die Wallbox im Outdoor-Bereich dann nicht optimal geschützt, sind die Probleme schneller da, als Sie Wallbox oder Wetterschutz sagen können.

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Mit anderen Worten: Eine Wallbox im Außenbereich sollte immer eine Wallbox mit bestmöglichem Wetterschutz sein. Denn sobald eine Ladestation zu viel von Sonne, Regen und Staub abbekommt, leidet ihre Leistung massiv. Die Folge ist, dass sich das Elektrofahrzeug nicht mehr optimal laden lässt. Es kommt zu Störungen, längeren Ladezeiten oder gar zu Stillständen. Und das möchte niemand gerne haben, soll der Ladevorgang mit einer privaten Wallbox doch vor allem komfortabel und flexibel sein.

Das braucht eine Wallbox mit Wetterschutz

Im Grunde ist es ganz einfach, eine Wallbox im Außenbereich vor Wetter und Witterungseinflüssen zu schützen. Entscheidend sind dabei drei Dinge: Die Wallbox sollte wasserdicht und staubfest sein sowie über einen Sonnenschutz verfügen. Wallboxmodelle, die für den Outdoor-Bereich konzipiert sind, besitzen normalerweise standardmäßig einen integrierten Wetterschutz in Form eines gut gekapselten Gehäuses.

Zusätzlich ist es jedoch nie verkehrt, auf einen weiteren Sonnenschutzfaktor zu setzen, der vor extremer Sonne, aber auch vor starkem Regen schützt. Hier bietet der Markt eine Vielzahl von Hauben für verschiedenste Wallboxen im Außenbereich an.

Keine Chance für Vandalismus

Wichtig im Zusammenhang mit einer Wallbox im Außenbereich sind zudem die Themen Vandalismus und Zugriff durch Unbefugte. Vor allem Ladekabel laden Langfinger dazu ein, sich unerlaubter Weise selbst zu bedienen. So sind insbesondere Wallboxen gefährdet, die über ein integriertes Ladekabel verfügen. Achten Sie deswegen immer darauf, das Kabel nach Beenden des Ladevorgangs sicher zu verstauen.

Sie befürchten, dass jemand sich den Strom von Ihrer Wallbox klauen könnte? Auch das ist möglich, wenn Sie eine Wallbox im Außenbereich installiert haben. Doch auch hier gibt es passende Lösungen, beispielsweise eine Wallbox mit RFID-Sicherung. Laden kann dann nur, wer über die richtige Karte oder den richtigen Chip verfügt. Durch einfaches Vorhalten können Karte oder Chip die Wallbox „öffnen“ und der Ladevorgang ist freigegeben. Auch möglich: Sie installieren eine passwortgeschützte Wallbox, die nur dann den Strom fließen lässt, wenn der korrekte PIN-Code eingegeben wurde.

Eine weitere Option, um eine Wallbox im Außenbereich vor unerlaubten Zugriffen zu schützen, ist die Variante einer Ladestation mit Schlüssel. Zudem schließt sich damit auch der Kreis zum Wetterschutz. Denn eine richtige gute Haube mit Schlüssel schützt gleichzeitig auch vor Wind und Wetter.

Diese Rolle spielt der IP-Schutz

Geht es um den Wetterschutz einer Wallbox im Außenbereich, so fällt der Fokus schnell auf die sogenannten International Protection-Codes, kurz IP-Codes. Sie basieren auf der DIN EN 60529; Hersteller kennzeichnen mit diesen Codes ihre Produkte entsprechend der Belastbarkeit. Jeder Code steht dabei für eine klare Angabe, gegen welche Einflüsse die Wallbox im Outdoor-Bereich geschützt ist, jede einzelne Zahl bestimmt den jeweiligen Schutz vor dem Eindringen von Fremdkörpern.

Das Schema der IP-Codes ist immer gleich aufgebaut. Je höher die entsprechende Zahl, desto größer ist der Schutz.

erste Kennziffer

zweite Kennziffer

Berührungsschutz Fremdkörperschutz Wasserschutz
0
1 geschützt gegen Zugang mit Handrücken Schutz gegen Fremdkörper mit mehr als 50 mm ⌀ tropfwassergeschützt
2 geschützt gegen Zugang mit Fingern Schutz gegen Fremdkörper mit mehr als 12,5 mm ⌀ geschützt gegen fallendes Tropfwasser
3 geschützt gegen Werkzeuge/Draht mit über 2,5 mm ⌀ Schutz gegen Fremdkörper mit mehr als 2,5 mm ⌀ geschützt gegen fallendes Sprühwasser
4 geschützt gegen Draht/spitze Gegenstände mit 1 mm ⌀ Schutz gegen Fremdkörper mit mehr als 1 mm ⌀ rundum geschützt gegen Spritzwasser
5 vollständiger Berührungsschutz staubgeschützt rundum geschützt gegen Strahlwasser
6 vollständiger Berührungsschutz absolut staubfest rundum geschützt gegen Strahlwasser mit hohem Druck
7 geschützt gegen kurzzeitiges Untertauchen
8 wasserfest auch bei dauerhaftem Untertauchen

So ist beispielsweise eine Wallbox mit der IP 21 nur tropfwassergeschützt, mit der IP 68 hingegen staub- und druckwasserdicht. Eine Wallbox mit der IP 40 hat einen guten Schutz vor Fremdkörpern, mit der IP 44 besteht ein guter Schutz gegen Fremdkörper und Sprühwasser. Wer mit seiner Wallbox im Außenbereich für den Wetterschutz auf Nummer sicher gehen möchte, sollte also darauf achten, eine Wallbox mit hohen Zahlen – also IP 55, IP 56 oder IP 65 – zu wählen.

Mehr ist mehr – besonders beim Wetterschutz Ihrer Wallbox!

Gerade dann, wenn eine Wallbox relativ ungeschützt, also nicht unter dem Dach eines Carports oder in einer Garage angebracht ist, empfiehlt sich ein Modell mit der Schutznummer 65. Denn dann können sowohl Sonne und Staub als auch Wasser und Kälte kaum einen Schaden anrichten. Zum Vergleich: Im Innenbereich sind meist Wallboxen installiert, die einen IP-Schutz von 20 haben. In einer Tiefgarage oder ähnlichem ist das völlig ausreichend. Aber natürlich gilt in Sachen Schutz auch hier: Mehr ist mehr.

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