1. Oktober 2020

5 gute Gründe, warum nur ein Fachmann Ihre Wallbox installieren sollte

Fass bloß nicht in die Steckdose! Dieser Satz ist garantiert einer der typischsten Sätze, die Erwachsene zu ihren Kindern sagen. Zu Recht, immerhin birgt die Kombination von Mensch und Elektrizität so einige Gefahren. Das gilt im Übrigen auch, wenn das Kindesalter längst vorbei ist – zum Beispiel, wenn es um die Installation einer Ladestation für Elektroautos geht. Denn eine Wallbox sollten Sie niemals selbst installieren.

Was genau die Risiken bei der Installation sind, was Sie unbedingt zum Thema wissen sollten und warum wirklich ausschließlich ein Fachmann Ihre Wallbox installieren sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Sicherheit hat oberste Priorität – vor allem beim Installieren der Wallbox!

Geht es um Elektrizität und Strom, so geht es immer auch um Sicherheit. Gefahrenquellen lauern überall. Das gilt vor allem, wenn Sie eine Wallbox installieren wollten. Denn hierbei kann sehr vieles schief laufen – sofern die Installation nicht fachgerecht durchgeführt wird. Warum das so ist, verraten Ihnen die folgenden fünf Gründe:

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1. Vorsicht, Starkstrom! Hier dürfen nur Fachkräfte ran

Während eine ganz normale Haushaltssteckdose über eine Spannung von 230 Volt verfügt, laufen durch die Leitungen einer Wallbox rund 400 Volt bzw. 32 Ampere. Das ist fast das Doppelte und – ganz simpel ausgedrückt – damit auch mindestens doppelt so gefährlich. Denn eine Wallbox ist aufgrund der hohen Spannung an den Starkstrom anschlossen. Das ist nötig, damit sie innerhalb weniger Stunden bis zu 22 Kilowattstunden Strom an ein Elektroauto liefern kann. Denn ewig lange Ladezeiten hat kein E-Autobesitzer gern. Doch damit das auch wirklich problemlos und sicher funktioniert, sollte auf jeden Fall ein Fachmann Ihre Wallbox installieren. Nur dieser hat das nötige Wissen, um mit Starkstrom zu arbeiten.

Mit anderen Worten: Hobby-Elektriker und Strom-Tüftler sollten ihre Finger vom Strom lassen. Andernfalls kann es beim Installieren der Wallbox zu Schäden am Eigentum des Fahrzeughalters, am Fahrzeug selbst oder an Personen kommen. Darum ist die richtige Installation der Ladestation extrem wichtig. Und das erfordert einiges an Fachwissen, über das nur eine Fachkraft verfügt.

2. Jede Stromleitung hat ihre eigene Dimensionierung

Kabelquerschnitt, Ladeleistung und Ladestrom kennen Sie nicht nur als Wörter, sondern wissen ganz genau, was dahinter steckt? Sehr gut, dann sind Sie sicher eine Elektrofachkraft. Falls nicht – kein Problem. Denn dieses Know-how gehört nicht zur Allgemeinbildung. Wer eine Wallbox installieren will, sollte sich jedoch trotzdem mit den Begrifflichkeiten auskennen. Denn für eine sichere Installation geht es unter anderem genau um diese drei Begriffe: Kabelquerschnitt, Ladeleistung und Ladestrom.

Bei einem Ladestrom ab 16 Ampere und höher sollte das Kabel der Wallbox einen Kabel- bzw. Leitungsquerschnitt von mindestens 2,5 mm² haben. Das ist notwendig, um aus Überlastung resultierende Kabelbrände zu vermeiden. Weiter gilt es zu beachten, dass der Kabelquerschnitt von weiteren Faktoren, wie z.B. dem Spannungsabfall, der Außentemperatur und der Montageart, abhängt. Zudem muss die Dimensionierung der Stromleitung immer auf die gewünschte Ladeleistung angepasst sein.
Hinzu kommt, dass die Zuleitung der Wallbox zudem fünfadrig sein muss, um ein Elektroauto mit einer Ladeleistung von 11 kW oder mehr reibungslos laden zu können. All das sind wichtige Faktoren, wenn man eine Wallbox installieren will. Und da man diese als Laie nicht kennt, ist es absolut entscheidend, eine Fachkraft mit der Installation zu beauftragen.

3. Knackpunkt Gleichheitsfaktor

Wer eine Wallbox installieren will, muss in jedem Fall den Gleichheitsfaktor im Kopf haben. Dieser berücksichtigt, dass nicht immer alle Geräte einer Anlage gleichzeitig und mit voller Leistung betrieben werden. Für eine Wallbox gilt der Gleichzeitigkeitsfaktor von 1,0. Ihre Anschlussleistung muss deswegen bei 100 Prozent liegen. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, dass die Wallbox immer über eine eigene Stromleitung angeschlossen sein muss. Weitere Stromverbraucher über dieselbe Leitung wie die Wallbox laufen lassen? Keine gute Idee. Denn das kann zu einer Überlastung des Stromanschlusses und damit zu Kurzschlüssen oder im schlimmsten Fall zu Kabelbränden führen.

Wenn Sie jedoch beispielsweise einen Whirlpool oder eine Sauna an die Stromversorgung angeschlossen haben, ist eine Erweiterung des Netzanschlusses empfehlenswert. In welchem Umfang diese ausfallen soll bzw. muss, kann jedoch auch nur eine Fachkraft entscheiden. Ein weiterer Grund, warum nur ein Experte Ihre Wallbox installieren sollte.

4. Typ A, Typ B, FI, DC? Der richtige Schutz hat einen genauen Namen

Wichtig im Zusammenhang mit dem Thema „Wallbox installieren“ sind Leistungs- und Fehlerstromschutzschalter. Diese sollten auf jeden Fall vorhanden sein, um einen sicheren Betrieb der Wallbox zu gewährleisten, sorgen sie doch dafür, dass weder Gleichstromfehler und Stromschläge noch Netzüberlastungen durch zu hohe Ströme auftreten. Doch welcher Schalter passt zu welcher Wallbox?

Auch das ist eine Frage, die nur eine Elektrofachkraft beantworten kann. Eine Pauschallösung gibt es nämlich nicht. So verfügen manche Ladestationen über eine integrierte DC-Fehlerstromerkennung. In diesem Fall reicht die Installation eines FI-Schalters Typ A. Ist jedoch keine DC-Fehlerstromerkennung vorhanden, so ist ein FI-Schalter Typ B ein absolutes Muss. Nur so lassen sich potenziell gefährliche Fehlerströme verhindern. Wer also eine Wallbox installieren will, muss sich genau auf dem Gebiet der Schutzschalter auskennen. Und das kann in der Regel nur eine Elektrofachkraft.

5. Ohne passenden Stromanschluss lässt sich keine Wallbox installieren

Wollen Sie eine Wallbox installieren, so spielt Ihre Wohnsituation ebenfalls eine entscheidende Rolle. Neben einer Überprüfung der Beschaffenheit von Wandstärke und Baumaterial am Installationsort sowie der Tragfähigkeit der vorgesehenen Wand ist es auch wichtig, zu wissen, ob die Ladestation im Innenbereich, also zum Beispiel in einer Garage, oder im Außenbereich, wie beispielsweise an einer Hauswand, angebracht werden soll. Denn je nach Baumaterial sind andere Werkzeuge gefragt – und die können vielfältig sein. Installiert eine Fachkraft Ihre Wallbox, können Sie sich sicher sein, dass diese immer über das richtige Werkzeug verfügt.

Hinzu kommt: Ist kein passender Stromanschluss vor Ort vorhanden, muss dieser erst verlegt werden. Und das können Sie garantiert nicht selbst. Eine Fachkraft hingegen schon, was ein weiterer Grund ist, dass nur diese Ihre Wallbox installieren sollte.

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