17. September 2020

Warum Elektromobilität die Zukunft ist

Stille Post ist ein tolles Spiel. Fast ein bisschen wie Zauberei. Zu Beginn sagt jemand klar und deutlich einen Satz und am Ende kommt etwas ganz anderes heraus. Und das hat in den seltensten Fällen etwas mit dem anfangs Gesagten zu tun. So ähnlich verhält es sich mit dem Thema „Elektromobilität“. Auch hier setzen (oft zweifelhafte) Quellen irgendwelche negativen Aussagen in die Welt und plötzlich haben Elektrofahrzeuge ein ganz schlechtes Image. Das ist weder die feine Art, noch ist es wahr. Denn elektrisches Fahren hat eine Menge Vorteile, die sogar das Klima retten können. Warum Elektromobilität viel besser ist, als manch einer denkt, und was die größten Irrtümer zum Thema sind, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Elektromobilität ist…

… besser als ihr Ruf, umweltfreundlich und ein Treiber erneuerbarer Energien. Nur möchten das viele Menschen nicht glauben. Die Folge: Etliche Halbwahrheiten, Falschaussagen und Fake News kursieren auf der Welt und die E-Mobilität muss sich ständig neu beweisen. Kein Wunder, dass die Skepsis gegenüber dieses alternativen Antriebs nach wie vor groß ist und nicht wenige Menschen sich fragen: Warum Elektromobilität nutzen, wenn es (noch) anders geht?

Diese Mythen und Vorurteile haben ab sofort keine Chance mehr

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Fest steht: Die Vorurteile, warum Elektromobilität gar nicht so toll sein soll, sind hartnäckig. Zeit also, um einmal mit den fünf größten Mythen aufzuräumen:

1. Elektroautos sind einfach viel zu teuer

Stimmt – sofern man nur den Anschaffungspreis betrachtet. Denn geht es um die Kosten eines Elektroautos, so spielen wesentlich mehr Faktoren eine Rolle, als nur der Kaufpreis des Fahrzeugs. Das große Plus in Sachen Kosten zeigt sich nämlich erst während der Nutzung, genauer gesagt, beim Tanken. Wer auf einen Elektroantrieb setzt, kann im Vergleich zum Benziner oder Diesel nur gewinnen. So sind Besitzer von E-Autos beim (privaten) Aufladen ihres Fahrzeugs einzig und allein vom Strompreis ihres jeweiligen Stromanbieters abhängig. Marktbedingte Preisschwankungen halten sich dabei meist in vertretbaren Grenzen. Benzin- und Dieselpreise hingegen unterliegen extremen Schwankungen und das oft sogar mehrmals täglich. Hier stehen sich also im Schnitt zwischen 1,10 Euro und 1,50 Euro pro Liter Diesel bzw. Benzin und rund 30 Cent pro Kilowattstunde Stromverbrauch gegenüber – ein entscheidender Grund, warum Elektromobilität gar nicht so teuer ist, wie oftmals behauptet.

Hinzu kommt, dass sich auch die Kosten für Anschaffung, Wartung und Installation einer privaten Ladestation am Eigenheim durch den geringen Strompreis schnell amortisieren. Zum Veranschaulichen ein kleines Rechenbeispiel:

Nehmen wir ein E-Auto wie den Hyundai IONIC. Dieser verbraucht auf 100 km rund 14,7 kWh. Bei durchschnittlich 30 Cent pro kWh und einer jährlichen Kilometerzahl von 15.000 liegen die Kosten bei 662 Euro im Jahr. Der Kraftstoff für einen Benziner bei gleicher Kilometerleistung und einem Verbrauch von 5,2 Litern auf 100 km hingegen liegt bei 1.170 Euro pro Jahr. Keine Frage also, warum Elektromobilität in Sachen Kosten die Nase vorn hat.

2. Elektroautos haben eine viel zu geringe Reichweite

Eine kurze Frage vorab: Wann sind Sie das letzte Mal 1.000 km am Stück gefahren, mit 200 km/h ohne Pause und ohne nachzutanken? Richtig, wahrscheinlich noch nie, weil erstens auch ein Benziner oder Diesel keinen unendlich großen Tank hat, und weil zweitens niemand so lange bei einer solch hohen Geschwindigkeit konzentriert und sicher fahren kann. Schon alleine an diesem Beispiel zeigt sich, dass der Vergleich extrem hinkt, warum Elektromobilität in Sachen Reichweite viel schlechter als ein herkömmlicher Verbrennungsmotor sein soll.

In der Realität sieht es ganz anders aus. Im Durchschnitt fährt der Deutsche rund 40 Kilometer pro Tag mit seinem Auto. Längere Strecken mit bis zu 600 km oder mehr stehen meist nur zwei Mal pro Jahr an, nämlich wenn es in den Urlaub geht. Konkret bedeutet das: Ein kleines Elektroauto mit einer Reichweite von 200 km bis 300 km kann rund eine Woche fahren, bis eine Batterieladung nötig ist. Größere Elektrofahrzeuge, die eine Reichweite von bis zu 550 km haben, kommen sogar noch länger mit einer Ladung aus – ein wichtiger Grund, warum Elektromobilität die Zukunft des Autofahrens ist.

3. Elektroautos sind schlecht für Mensch, Natur und Umwelt

Angeblich sind E-Autos wahre Blender: Sie geben vor, klimafreundlich zu sein, verschwenden aber Ressourcen, benötigen seltene Rohstoffe und sind zudem gefährlich, weil sie leicht in Brand geraten können. Das stimmt so natürlich nicht! Richtig ist, dass zur Herstellung von Batterien und Akkus seltene Rohstoffe, wie zum Beispiel Kobalt, benötigt werden. Diese zu beschaffen, gehört zugegeben nicht zu den umwelt- und menschenfreundlichsten Arbeiten. Doch Wissenschaft und Forschung arbeiten stetig an alternativen Produktionsmethoden. So soll beispielsweise der Kobaltanteil in Batterien und Akkus bis 2030 nur noch die Hälfte der jetzigen Menge betragen. Zudem liegt die Recyclingquote von Batterien bereits heute bei bis zu 97 Prozent – womit sich die Frage, warum Elektromobilität nicht umweltfreundlich sein sollte, eigentlich gar nicht mehr stellt.

Hinzu kommt, dass insbesondere Ladestationen für zu Hause ein besonders nachhaltiges und umweltschonendes Aufladen ermöglichen. Zum Beispiel dann, wenn der Fahrzeughalter eine eigene Photovoltaikanlage besitzt und überschüssigen PV-Strom zum Aufladen seines Autos nutzt. So geht umweltfreundliches und zu 100 Prozent „grünes“ Laden mit selbsterzeugtem Strom. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern schont zusätzlich auch den Geldbeutel – womit sich der Kreis zur Amortisierung der Kosten schließt. Daran zeigt sich, warum Elektromobilität nicht nur gut für die Umwelt, sondern darüber hinaus auch ein Treiber erneuerbarer Energien ist.

Weiter können Elektroautos durch ihre geringen Emissionen zusätzlich in Sachen Nachhaltigkeit punkten. Zum einen stoßen sie beim Fahren deutlich weniger CO2 aus als Diesel und Benziner. Lokal fahren sie sogar emissionsfrei. Außerdem fahren E-Autos um einiges leiser, was besonders in dicht besiedelten Gebieten ein großer Vorteil ist (Stichwort Lärmschutz).

4. Wer ein Elektroauto lädt, überlastet das gesamte Stromnetz

Wenn diese Aussage wahr wäre, säße die Menschheit ständig im Dunkeln. Was jedoch stimmt: Normale Stromleitungen sind nicht für eine solch hohe Dauerbelastung ausgelegt, wie sie beim Aufladen eines Elektrofahrzeugs auftritt. Die Folgen können Kurzschlüsse und Kabelbrände sein, die nicht nur zu Schäden an Fahrzeug und Gebäude, sondern auch zu Verletzungen führen können. Darum sollte ein Elektroauto nur in Notfällen über eine ganz normale Haushaltssteckdose geladen werden. Deutlich besser und auch sicherer ist das Laden über eine eigens installierte Ladestation bzw. Wallbox. Diese garantiert nicht nur zu jeder Zeit ein sicheres Laden über den heimischen Stromanschluss, sondern versorgt das Elektrofahrzeug auch in kürzester Zeit mit ausreichend Strom – was zum letzten Mythos sowie zum letzten Argument führt, warum Elektromobilität die Zukunft ist: die Ladezeit.

5. Elektroautos laden einfach ewig

Auch dieses Vorurteil stimmt nicht. Denn generell gilt: Je mehr Strom eine Ladestation pro Minute zur Verfügung stellen kann und je höher die elektrische Leistung, umso schneller ist das Fahrzeug vollgeladen. So dauert das Aufladen des Fahrzeugs über eine Ladestation mit 22 kW nur rund drei bis vier Stunden. Bei einer Ladeleistung von 11 kW lässt sich ein Auto ganz bequem über Nacht laden (also dann, wenn es meist sowieso nicht gebraucht wird). Und für die ganz Eiligen unter den Autofahrern gibt es mittlerweile sogenannte Schnellladestationen. Diese ermöglichen ein Aufladen des Akkus auf 80 Prozent in nur rund 30 Minuten. Ewig ist das nun wirklich nicht. Die Ladezeit ist also kein Grund, warum Elektromobilität nichts Gutes sein sollte.

Sie sehen: E-Autos liefern viele Argumente, um die gängigsten Mythen zu entkräften. Und so stellt sich die Frage, warum Elektromobilität die Zukunft sein sollte, doch gar nicht – oder was meinen Sie?

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