1. April 2021

Was kostet eine Wallbox? So setzt sich der finale Preis zusammen

Eine private Wallbox bietet so viele Vorteile: Sie ist immer verfügbar, sie ermöglicht ein wirklich komfortables Laden und sie lässt sich individuell an die Ladevorlieben eines jeden Fahrzeughalters anpassen. „Moment mal“, sagen sich jetzt einige Skeptiker, „diese Vorteile haben doch sicher auch ihren Preis!“ Ganz genau, das haben sie. Und wissen Sie was? Der ist gar nicht so hoch, wie manch einer vermuten mag. Und damit ist eine private Wallbox auch für den „Durchschnittsverdiener“ erschwinglich. Denn was eine Wallbox kostet, hängt von vielen, flexibel wählbaren Faktoren ab.

Welche das konkret sind, welche Aspekte zur Berechnung des Gesamtpreises gehören und wie Sie sich die Frage „Was kostet eine Wallbox?“ ganz einfach beantworten können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Vom Basis- zum Premium-Modell: So viel kann eine Wallbox kosten

Die einfachste Antwort auf die Frage „Was kostet eine Wallbox?“ lautet: das kommt darauf an. Und zwar auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse. Denn, so viel sei vorab verraten, mehr geht immer und nach oben sind der Preisgestaltung keine Grenzen gesetzt. So unterschiedlich die Ansprüche eines Fahrzeughalters an seine private Ladestation sind, so unterschiedlich ist auch das Angebot an Ladestationen, die der Markt zu bieten hat.

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Um genau zu definieren, was eine Wallbox kostet, empfiehlt es sich zunächst, sich einen kleinen Überblick über die verschiedenen Modelle zu verschaffen. Welche Angebote dabei unbedingt eine Berücksichtigung finden sollten, zeigt die folgende Auflistung:

1. Das Basismodell

Welche Wallbox Sie wählen (sollten), hängt immer auch von Ihrem Fahrzeug ab. So gibt es nach wie vor etliche ältere Elektroautos, die zum Aufladen nur eine geringe Ladeleistung benötigen. Oftmals reichen hier 3,7 kW oder 4,6 kW aus. Die dafür nutzbaren Wallboxen gibt es, analog zur niedrigen Ladeleistung, zu vergleichsweise niedrigen Preise. Was kostet eine Wallbox also in diesem Fall? Je nach Hersteller zwischen 300 € und 500 €.

2. Die Mittelklasse

Eine geringe Ladeleistung bedeutet immer auch eine langsamere Ladegeschwindigkeit. Wer also nicht jedes Mal ewig warten will, bis das Auto wieder vollgeladen ist, sollte ein bisschen mehr Geld investieren und sich für eine hochwertigere Ladestation mit einer Ladeleistung von mindestens 11 kW entscheiden. Damit ist ein schnelleres Laden garantiert. Was kostet damit eine Mittelklasse-Wallbox? Je nach Hersteller sind Sie mit Preisen von 500 € bis 900 € dabei.

3. Das Premiummodell

Wer noch mehr Komfort, noch kürzere Ladezeiten und weitere Zusatzoptionen nutzen möchte, ist bei einer Ladestation mit einer Ladeleistung von 22 kW auf dem richtigen Weg. Diese kann ein Elektrofahrzeug nicht nur innerhalb weniger Stunden komplett aufladen, sondern zudem auch noch einige Zusatzfunktionen anbieten, wie zum Beispiel das Laden mittels selbstproduziertem Photovoltaikstrom oder eine intelligente Bedienung per WLAN.
Was kostet eine hochwertige Wallbox? Je nach Hersteller liegen die Preise hier zwischen 1.300 € und 1.400 €.

Wie finde ich heraus, was ich investieren sollte?

Letztendlich geht es bei der Wahl einer passenden Wallbox immer darum, welche Anforderungen Sie an diese haben. Spielt es für Sie keine Rolle, wie schnell Ihr Fahrzeug auflädt, spricht nichts dagegen, sich für eine der günstigeren Basisvarianten zu entscheiden. Ein Nachteil hierbei: Billigere Ladestationen verfügen meist nicht über alles zur Installation notwendige Zubehör, wie beispielsweise einen FI-Schutzschalter. Diesen müssten Sie dann separat erwerben, was ein zusätzlicher Kostenfaktor ist. Zudem sind die Anschlüsse günstiger Wallboxen nicht zwangsläufig mit allen Fahrzeuganschlüssen kompatibel. Was eine Wallbox kostet, hängt also auch mit ihren Leistungen und ihrem Zubehör zusammen.

Kompatibilitätsprobleme gibt es bei den Modellen der höheren Preisklassen weniger. Diese passen in der Regel mit allen verfügbaren Fahrzeuganschlüssen zusammen. Hinzu kommt hier auch der Sicherheitsfaktor. Denn je mehr eine Wallbox kostet, desto höher sind auch ihre Sicherheitsbestimmungen. Für ein zufriedenstellendes Aufladen ist das kein unwichtiger Faktor. Auch hier ist es letztendlich Ihre Entscheidung, worauf es Ihnen beim Laden Ihres E-Autos ankommt. Fest steht in jedem Fall, dass die Frage „Was kostet eine Wallbox?“ immer auch mit der Frage „Worauf lege ich beim Ladevorgang wert?“ einhergeht.

Was kostet eine Wallbox? Diese Zusatzfaktoren sollten Sie beachten

Mit dem Kauf der Wallbox ist das Kostenthema jedoch nicht abschließend geklärt. Denn nach dem Kauf ist vor der Installation. Diese sollte unbedingt bei der finalen Preiskalkulation ihre Berücksichtigung finden. Auch in Bezug auf die Wallbox-Installation variieren die Preise – und das ebenfalls abhängig von Ihren persönlichen Wünschen. In den meisten Fällen ist es deswegen ratsam, einen Elektroinstallateur vorab prüfen zu lassen, welche Maßnahmen für die Installation Ihrer Wallbox nötig sind. Auf dieser Grundlage kann er Ihnen dann einen Kostenvoranschlag erstellen. In der Regel liegen Sie hier bei rund 800 € bis 1.000 €.

Was eine Wallbox kostet, hängt zudem auch von der Abnahme des Ladesystems ab. Denn seit März 2019 legt die Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) fest, dass Fahrzeughalter ihre private Wallbox beim Netzbetreiber anmelden bzw. sich bei einer Ladeleistung von mehr als 11 kW eine Genehmigung für Installation und Betrieb einholen müssen. Die Abnahme der Wallbox sollte immer ein Experte durchführen, da diese einiges an Fachwissen und Expertise erfordert, worüber nur eine Fachkraft verfügt. Die Kosten belaufen sich hier meist um die 200 €.

Wichtig im Zusammenhang mit der Frage nach den Kosten einer Wallbox sind auch die baulichen Voraussetzungen am Installationsort. Ist es beispielsweise erforderlich, neue Sicherungskästen einzubauen oder neue Stromleitungen zu legen, können sich die Kosten für die Wallbox um bis zu 2.000 € erhöhen.

Zu teuer? Dann nehmen Sie doch eine Förderung in Anspruch

Zugegeben: ganz billig klingt es nicht, wenn alle Kostenfaktoren zusammengerechnet sind. Doch das soll kein Argument gegen die Anschaffung einer Wallbox sein. Denn Bund und Länder bieten mittlerweile etliche Fördermöglichkeiten für Besitzer von Elektroautos an. So gibt es zum Beispiel seit November 2020 einen staatlichen Zuschuss der KfW-Bank von 900 € für Anschaffung, Installation und Abnahme einer privaten Wallbox. Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Auch NRW und Schleswig-Holstein sowie das Nachbarland Österreich bieten verschiedene Fördermodelle für eine private Ladestation. Was eine Wallbox kostet, lässt sich also auch durch die Nutzung diverser Fördermöglichkeiten beeinflussen.

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