Die Energiekosten steigen derzeit in allen Bereichen an. Strom, Gas, Benzin, Diesel: alles wird teurer.  Mit der neuen Umlage zur Rettung der Erdgasversorger kommen auf viele, die noch fossil heizen, weitere Kostensteigerungen zu. Für viele Hauseigentümer ist dies der Anlass, sich nun endgültig für eine eigene Solaranlage zu entscheiden. Auch bei den Eigentümerversammlungen in Mehrfamilienhäusern liegen die Pläne für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage immer öfter auf dem Tisch.

Doch allein mit der eigenen Solaranlage ist die Autarkie nur schwer zu erreichen. Selbst mit einem Speicher und einer guten Verbrauchsplanung gelingt die Eigenversorgung nur selten. Dazu kommt noch, dass der Stromverbrauch nur eine Seite der Medaille ist. Denn ohne Elektroauto bleiben immer noch die hohen Kosten für die Mobilität. Deshalb werden die Solaranlagen, die sich die Hauseigentümer anschaffen, derzeit immer größer. Wie die Analysten von EuPD Research herausgefunden haben, kaufen sich die Hauseigentümer die großen Solaranlagen unter anderem für das Laden eines E-Autos.

Mit dem Kauf des Elektroautos stellt sich dann auch schnell die Frage nach einer Ladestation. Denn nur die Stromtankstelle in der eigenen Garage oder dem Carport garantiert nicht nur umweltbewusste, sondern auch preiswerte Mobilität. Das gilt auch für die Bewohner von Mehrfamilienhäusern, die in den Tiefgaragen ebenfalls an Ladestationen ihre Elektrofahrzeuge aufladen können.

Wie viel kostet das Laden eines E-Autos?

Die Kosten für das Laden eines Elektroautos hängen von vielen Faktoren ab. Am günstigsten lädt der Besitzer des Elektroautos mit dem Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage und einer Wallbox zuhause. Denn Solarstrom ist inzwischen die preiswerteste Technologie. Er kostet – selbst hergestellt – zwischen 12 und 16 Cent pro kWh. Fließt ausschließlich Solarstrom von der Wallbox oder der Ladesäule in die Akkus des Elektroautos, kostet eine komplette Ladung zwischen 2,86 und 15,79 Euro.

Das hängt auch von der Größe des Akkus im Elektroauto ab. Im Schnitt liegen diese derzeit bei gut 60 kWh, auch wenn einige Autohersteller noch größere Akkus in ihren E-Fahrzeuge verbauen. Doch bleiben wir bei den 60 kWh. Dann kostet die Akkufüllung zwischen 7,44 und 9,92 Euro. Der Strom reicht inzwischen für gut 400 Kilometer, abhängig vom Fahrstil. Das sind zwischen 1,86 und 2,48 Euro pro 100 Kilometer. Zum Vergleich: Bei einem Benzinpreis von 1,68 pro Liter und einem Verbrauch von 5 Litern pro 100 Kilometer kostet dies 8,40 Euro.

Doch nicht immer steht genügend überschüssiger Solarstrom zur Verfügung. Wenn das E-Auto länger nicht gebraucht wird, ist das kein Problem. Denn E-Ladestationen können auch kleinere Mengen an Solarenergie nutzen, die übrig bleibt, wenn alle anderen Verbraucher versorgt sind. So lädt die zappi von myenergi den Akku des E-Autos schon ab einer Überschussleistung aus der Solaranlage – oder dem Speicher – von 1,4 kW. Die Wallbox kann bei entsprechendem Überschuss die Ladeleistung stufenlos auf bis zu 22 kW steigern. Das wirkt sich auf die Ladezeit des E-Autos aus. Je mehr Leistung zur Verfügung steht, desto schneller ist der Akku voll.

Muss das E-Auto aber zu einem konkreten Zeitpunkt vollgeladen bereitstehen, dann ist das Warten auf ausreichend Solarstrom kaum möglich. Die Ladestation nimmt den maximalen Überschuss, der an Solarstrom noch übrig ist, und ergänzt diesen um Strom aus dem Netz, damit das Elektroauto zum vorgegebenen Zeitpunkt verfügbar ist. Dann steigen natürlich die Kosten für die Ladung entsprechend des Anteils und des Preises für den Netzstrom.

Doch selbst wenn das Elektroauto an der Ladesäule oder der Wallbox komplett mit Netzstrom zum Preis von 30 Cent pro kWh geladen wird, liegen die Kosten für eine Batterieladung bei etwa 18 Euro. Dann fährt das Elektroauto bei einer Reichweite von 400 Kilometern für 4,50 Euro pro 100 Kilometer immer noch preiswerter als ein Verbrenner. Der Preis für den Netzstrom müsste auf etwa 56 Cent pro kWh steigen, um das Elektroauto zu denselben Kosten wie einen Verbrenner zu betreiben, wenn der Benzinpreis bei vergleichsweise niedrigen 1,68 Euro pro Liter liegt.

Wie viel kostet eine Wallbox?

Doch bevor das E-Auto zuhause geladen werden kann, muss eine Elektrotankstelle her. Auch hier stellt sich die Frage nach den Investitionskosten. Diese hängen nur zu einem kleinen Teil von den Kosten für die eigentliche E-Ladestation ab. Die Wallboxen sind für Preise zwischen 300 Euro für ein einfaches Basismodell und niedriger Ladeleistung und 1.400 Euro für ein Premiummodell mit 22 kW Ladeleistung zu haben.

Doch das ist nicht der allein entscheidende Faktor. Denn die meisten Kosten fallen für die Installation der Lademöglichkeit für das E-Auto an. Deshalb ist es von Vorteil, vor allem diese Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Vor allem bei der Nachrüstung der Elektrotankstelle in ein bestehendes Gebäudenetz können schnell mehrere tausend Euro veranschlagt werden, wenn neue Stromleitungen verlegt oder neue Sicherungskästen montiert werden müssen. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um eine Wandladestation oder eine freistehende Ladesäule handelt. Dazu kommen noch die Kosten für die Kommunikation und Peripheriegeräte. Denn die meisten Elektroladestationen bekommen ihre Anweisungen von einem externen Energiemanagement.

Hier zahlt es sich aus, dass myenergi bei der Entwicklung der zappi gleich das gesamte Lastmanagement und die Möglichkeit einer drahtlosen Kommunikation integriert hat. Denn dadurch geht die Installation extrem schnell.

 Die Wallbox muss nur an die Hausverteilung angeschlossen werden, über die sie ihren Strom bezieht. Die Steuerung der Ladeleistung übernimmt sie dann komplett eigenständig. Dazu analysiert sie permanent Daten aus dem Wechselrichter der PV-Anlage oder des Batteriespeichers sowie des Stromzählers, die über die dort angebrachten Messwandler an den Messsensor harvi gegeben und von diesem kabellos per Funk an die zappi übertragen werden. Daraus kann die Wallbox komplett eigenständig die überschüssige Leistung der Solaranlage oder des Speichers ermitteln und mit dieser das Elektroauto laden. Diese Lösung spart nicht nur zusätzliche Peripheriegeräte, sondern auch viel Zeit und damit auch Kosten bei der Installation der Ladestation. Warum die Installation unbedingt von einem Fachmann vorgenommen werden sollte, erfahren Sie hier.

Wie senke ich meine Stromkosten mit noch mehr Autarkie?

Auf diese Weise wird das Mehr an Unabhängigkeit von externen Energielieferanten – ob Stromversorger oder Mineralölkonzern – zu minimalen Kosten möglich. Fehlt dann nur noch der Solarstrom in der Heizung und der Warmwasserbereitung. Auch dafür gibt es Lösungen. myenergi hat hierfür eddi entwickelt, der überschüssigen Solarstrom für den Betrieb eines elektrischen Wärmeerzeugers wie einer Wärmepumpe oder eines Elektroheizstabs nutzt. Somit bietet sich ein komplettes und einfach zu installierendes Energiesystem, das darauf getrimmt ist, das Maximum an selbst produziertem Solarstrom vor Ort zu nutzen.  Auf diese Weise steigert der Hauseigentümer nicht nur den Eigenverbrauch aus der Solaranlage, die sich so schneller amortisiert. Er macht sich auch weiter unabhängig vom Versorger und steigert seine Autarkie auf ein Maximum.

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